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Virales Video: Student leckt Strohhalm ab - Jetzt droht Haft

Plastikstrohhalme werden am Dienstag, den 11. Februar 2025, in Cincinnati in einem Glas ausgestellt.
Plastikstrohhalme werden am Dienstag, den 11. Februar 2025, in Cincinnati in einem Glas ausgestellt. Copyright  Joshua A. Bickel/Copyright 2025 The AP. All rights reserved
Copyright Joshua A. Bickel/Copyright 2025 The AP. All rights reserved
Von Serge Duchêne mit AFP
Zuerst veröffentlicht am
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Das Internet vergisst nie: Ein französischer Student in Singapur lernt das gerade auf die harte Tour. Eines seiner Instagram-Videos vor einem Orangensaft-Automaten hat ihm ein Gerichtsverfahren im Ausland eingebracht.

Wenn ein Witz oder ein Versuch, viral zu gehen, aus dem Ruder läuft: Einem französischen Teenager droht in Singapur eine Gefängnisstrafe, weil er einen Strohhalm aus einem Saft-Automaten benutzt und wieder zurück in den Spender gesteckt hat.

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Ein französischer Jugendlicher wurde in Singapur wegen Sachbeschädigung und Störung der öffentlichen Ordnung angeklagt. Er soll einen Strohhalm aus einem Orangensaft-Automaten abgeleckt und wieder zurück in den Verteiler gesteckt haben. Das geht aus Gerichtsdokumenten hervor, die am Montag veröffentlicht wurden.

Instagram-Video löst Gerichtsverfahren aus

Der 18-jährige Didier Gaspard Owen Maximilien soll sich am 12. März dabei gefilmt haben, wie er "einen Strohhalm ableckte und ihn wieder in den Automaten steckte", und das Video dann auf Instagram veröffentlicht haben. Er soll gewusst haben, dass es "der Öffentlichkeit Unbehagen bereiten würde oder wahrscheinlich bereiten würde", so die Dokumente.

Der Teenager studiert laut Gerichtsakten an der singapurischen Zweigstelle der Wirtschaftshochschule Essec und verfügt über ein Studentenvisum.

Die Störung der öffentlichen Ordnung wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Monaten und einer Geldstrafe geahndet.

Mehrmonatige Haftstrafe möglich

Eine zweite Anklage wegen Sachbeschädigung besagt, dass Maximilien wusste, dass er iJooz, dem Unternehmen, das den Automaten betreibt, "wahrscheinlich Schaden zufügen würde". Alle 500 verbliebenen Strohhalme in dem Automaten mussten von der Firma ersetzt werden.

Dieses Vergehen wird laut Anklageschrift mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren und einer Geldstrafe geahndet. Die beiden Verstöße sollen am 12. März begangen worden sein.

Die Anklage wurde am vergangenen Freitag vor einem Bezirksgericht erhoben. Die nächste Anhörung findet am 22. Mai statt.

Laut Channel NewsAsia sollen die Eltern des jungen Scherzbolds nach Angaben seiner Anwälte nach Singapur geflogen sein, um sich mit ihm zu treffen.

Die Zeitung Straits Times berichtete, dass das Video "schnell viral ging und bei den Internetnutzern Empörung und Besorgnis auslöste".

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