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Überläufer eingeschleust: Wie die Ukraine Kämpfer des Putin-Vertrauten Kadyrow ausschalten konnte

Tschetscheniens Machthaber Kadyrow bei Russlands Präsident Wladimir Putin im Kreml am 29. April 2026
Tschetscheniens Machthaber Kadyrow bei Russlands Präsident Wladimir Putin im Kreml am 29. April 2026 Copyright  AP Photo/Mykola Synelnykov
Copyright AP Photo/Mykola Synelnykov
Von Malek Fouda
Zuerst veröffentlicht am
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Der Militärgeheimdienst der Ukraine berichtet von einem Überläufer, der Abhörgerate bei den Truppen des Tschetschenen Kadyrow platziert hatte. Gleichzeitig hat Russland am Sonntag eine neue Angriffswelle gegen die Ukraine gestartet. Dabei wurden mindestens 10 Menschen getötet.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat im Kreml in Moskau den tschetschenischen Präsidenten Ramsam Kadyrow empfangen. Der 49-jährige Tschetschene, dem immer wieder schwere Krankheiten nachgesagt wurden, gilt als einer der wenigen engen Vertrauten des russischen Staatschefs. Russlands Angriffskrieg in der Ukraine hat Kadyrow von Beginn an mit eigenen Kämpfern unterstützt.

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Überläufer installiert Abhörgeräte bei Kadyrows Einheit in der Ukraine

Gleichzeitig meldete der ukrainische Militärgeheimdienst (HUR) einen ganz besonderen militärischen Erfolg gegen die tschetschenische Sondereinheit "Achmat", die Kadyrow in die Ukraine geschickt hatte. In der Region Sumy wurden 41 Soldaten dieser Einheit getötet, weitere 87 wurden verwundet und mehr als 100 gelten - laut ukrainischen Angaben - als vermisst.

Dem ukrainischen Geheimdienst war es gelungen, einen ehemaligen "Achmat"-Soldaten zu rekrutieren. Dieser Überläufer soll schon vor einigen Monaten Abhörgeräte in einem Kommandoraum installiert haben. Danach begannen die ukrainischen Streitkräfte, die Sammelpunkte der "Achmat"-Truppe gezielt anzugreifen.

Neue Angriffswelle Russlands

Russland hat am frühen Sonntagmorgen - am 3. Mai 2026 - eine ballistische Rakete auf die südukrainische Stadt Mykolaiw abgefeuert.

Nach Angaben der Behörden vor Ort wurden mindestens fünf Menschen verletzt, drei Männer und zwei Frauen, die zur medizinischen Behandlung in nahe gelegene Krankenhäuser gebracht wurden.

Dies ist die jüngste Angriffswelle Russlands, die sich gegen mehr als 10 Städte im ganzen Land richtet. Bei den Angriffen des Kreml in den letzten 24 Stunden wurden nach offiziellen Angaben aus Kyjiw mindestens 10 Menschen getötet und über 70 weitere verletzt.

Laut der ukrainischen Luftstreitkräfte wurde von Moskau aus ein Sperrfeuer aus Hunderten von Drohnen und Raketen abgefeuert. Kyjiws Luftwaffe hat allein am Samstag und in den frühen Morgenstunden des Sonntags mindestens 268 Drohnen entdeckt, die in den ukrainischen Luftraum eingedrungen waren, von denen 249 abgefangen wurden.

Ein Rettungshelfer räumt die Trümmer nach einem russischen Angriff auf ein Wohnviertel in Dnipro (Ukraine) auf, Samstag, 25. April 2026
Ein Rettungshelfer räumt die Trümmer nach einem russischen Angriff auf ein Wohnviertel in Dnipro, Ukraine, Samstag, 25. April 2026 Mykola Synelnykov/Copyright 2026. The AP. All rights reserved

Die Luftwaffe meldete, dass mindestens 19 Drohnen - iranische Kampfdrohnen des Typs Shahed - und eine ballistische Rakete ihre Ziele getroffen haben, die auf 15 verschiedene Orte verteilt waren.

Nach Angaben des Gouverneurs der Region, Vadym Filashkin, wurden in Dobropillia und Mykolaiwka im östlichen Donbas zwei Menschen getötet. Neun weitere Personen wurden bei separaten Angriffen auf die Region, die als die aktivste Frontlinie des Krieges gilt, verletzt.

Zwei weitere Personen wurden bei Angriffen auf die südliche Region Saporischschja getötet, während fünf weitere Personen verletzt wurden, darunter ein Kind. Drei weitere Tote gab es in Cherson, wo die russischen Streitkräfte Wohngebiete in 39 Orten der Region angriffen.

Ukraine greift weiter Russlands Ölindustrie an

In der Zwischenzeit setzt die Ukraine ihre Angriffe auf die russische Ölinfrastruktur fort, und zwar sowohl mit Drohnenangriffen auf Raffinerien und Depots als auch auf See. So attackiert Kyjiw Tanker, die mutmaßlich zur Schattenflotte des Kreml gehören, um Sanktionen zu umgehen.

Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wurden zwei Schiffe am Sonntag in den frühen Morgenstunden "an der Einfahrt zum Hafen von Noworossijsk" im Schwarzen Meer angegriffen.

"Diese Tanker wurden aktiv für den Transport von Öl genutzt - jetzt nicht mehr", schrieb der ukrainische Staatschef in einem Beitrag auf X.

"Die Langstreckenfähigkeiten der Ukraine werden weiterhin umfassend entwickelt - zu Wasser, in der Luft und an Land. Ruhm für die Ukraine!"

Der Hafen von Noworossijsk war wiederholt Ziel von Angriffen der ukrainischen Streitkräfte und wurde nach den wiederholten Angriffen Kyjiws auf die von Russland annektierte Halbinsel Krim zu einem der zentralen Stützpunkte Moskaus.

Der Hafen hat für den Kreml an Bedeutung gewonnen und soll nun als Öl-, Militär- und Logistikzentrum dienen. Es wird auch angenommen, dass er einer der zentralen Punkte für die Operationen der russischen Schattenflotte ist.

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