Die erneute Kritik an Europa kommt nur wenige Monate, nachdem Trump in seiner neuen nationalen Sicherheitsstrategie erklärt hatte, der Kontinent sei aufgrund der Einwanderung von einer "zivilisatorischen Auslöschung" bedroht.
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump wirft Europa in einer am Mittwoch vorgestellten neuen Strategie zur Terrorismusbekämpfung vor, ein "Brutkasten" für Terrorismus zu sein, der durch Massenmigration begünstigt werde.
Die Strategie legt zudem einen Schwerpunkt auf die Bekämpfung "gewalttätiger linksextremistischer Gruppen", darunter auch "radikale Pro-Transgender"-Organisationen. Damit verschärft die konservative Trump-Regierung ihren politischen Kurs gegen ideologische Gegner.
Auch Drogenkartelle in Nord- und Südamerika rücken stärker in den Fokus der Terrorismusbekämpfung.
Besonders scharfe Kritik richtet sich jedoch gegen Europa. Zahlreiche US-Verbündete auf dem Kontinent dürften beunruhigt auf die neuen Töne aus Washington reagieren.
In dem Strategiepapier heißt es: "Es ist allen klar, dass gut organisierte feindliche Gruppen offene Grenzen und damit verbundene globalistische Ideale ausnutzen. Je mehr diese fremden Kulturen wachsen und je länger die derzeitige europäische Politik anhält, desto mehr Terrorismus ist garantiert."
"Als Geburtsstätte der westlichen Kultur und Werte muss Europa jetzt handeln und seinen mutwilligen Niedergang aufhalten", heißt es in der Strategie, die vom Anti-Terror-Koordinator Sebastian Gorka geleitet wird. Ihm werden Verbindungen zu rechtsextremen Gruppen nachgesagt.
Die erneute Kritik an Europa kommt nur wenige Monate, nachdem Trump in seiner neuen nationalen Sicherheitsstrategie erklärt hatte, der Kontinent stehe vor einer "zivilisatorischen Auslöschung" durch die Einwanderung.
Trump hat zudem kürzlich die europäischen NATO-Verbündeten beschimpft, weil sie ihm bei seinem Krieg gegen den Iran nicht helfen.
Fokus auf Linksgerichtete Gruppen
Linksgerichtete Gruppen sind ein Hauptanliegen der republikanischen Regierung, und die Strategie zielt auf "gewalttätige Linksextremisten, einschließlich Anarchisten und Antifaschisten".
In der Strategie heißt es, dass die US-Terrorismusbekämpfung "der schnellen Identifizierung und Neutralisierung gewalttätiger säkularer politischer Gruppen, deren Ideologie antiamerikanisch, radikal pro-transgender und anarchistisch ist, Vorrang einräumen wird".
Konkret wurde der mutmaßliche Mörder des Trump-Verbündeten und konservativen Einflussnehmers Charlie Kirk "von einem Radikalen, der extreme Transgender-Ideologien vertrat", genannt.
Seit seiner Rückkehr an die Macht im vergangenen Jahr verteufelt Trump jegliche Anerkennung der Geschlechtervielfalt und von Transgender-Personen. Kurz nach seinem Amtsantritt unterzeichnete er eine Durchführungsverordnung, die verkündet, dass es nur zwei Geschlechter gibt.