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Wie geht es dem US-Arzt mit Ebola an der Charité in Berlin und seiner Familie?

Der mit Ebola infizierte US-Arzt wird an der Charité behandelt
Der mit Ebola infizierte US-Arzt wird an der Charité behandelt Copyright  AP Photo
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Von Kirsten Ripper & Euronews mit AP
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Die Charité in Berlin hat mitgeteilt, wie es dem mit dem Ebola-Virus infizierten 39-jährigen Arzt und seiner Familie geht, die aus der Demokratischen Republik Kongo nach Deutschland evakuiert wurden. Offenbar wollten die USA den Medizier nicht aufnehmen.

Die Charité in Berlin hat eine Mitteilung zum Gesundheitszustand des Ebola-Patienten und seiner Familie, die am 20. Mai aus der Demokratischen Republik Kongo nach Deutschland ausgeflogen worden waren, herausgegeben. Der 39-jährige Arzt aus den USA befindet sich auf der Isolierstation, muss aber nicht intensivmedizinisch behandelt werden.

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Die Sonderisolierstation der Charité ist die größte Einrichtung ihrer Art in Deutschland und der Berliner Klinik zufolge die einzige, die Infektiologie und Intensivmedizin unmittelbar miteinander verbindet.

Dr. Peter Stafford, Chirurg und Leiter der christlichen Missionsgruppe "Serge", hatte erklärt, dass er - ohne es zu wissen - einen Ebola-Patienten operiert habe, bevor der Ausbruch des Virus entdeckt wurde. Seine Frau Rebekah Stafford, ebenfalls Ärztin, und ihre vier Kinder gelten als Hochrisiko-Kontaktpersonen und wurden in Berlin ebenfalls isoliert.

Der Arzt aus Virginia lebte mit seiner Familie schon seit 2023 in Nyankunde in der Demokratischen Republik Kongo.

"Stark geschwächt, aber nicht kritisch krank"

Die Charité erklärt, dass bei dem Patienten das Bundibugyo-Virus durch einen PCR-Test eindeutig nachgewiesen wurde. Der Arzt zeige deutliche Krankheitssymptome, sei stark geschwächt, aber momentan nicht kritisch krank. Deshalb benötige er derzeit keine intensivmedizinischen Maßnahmen oder Organersatzverfahren. Da sich der Verlauf der Erkrankung aber ändern könne, werde er weiterhin engmaschig überwacht und behandelt. Der Patient befinde sich im Hochsicherheitsbereich der Sonderisolierstation der Charité.

Die Frau und die Kinder von Peter Stafford sind laut ersten PCR-Tests nicht mit dem Ebola-Virus infiziert, bleiben aber als Hochrisiko-Kontakte isoliert. Ein Zimmer wurde mit Spielzeug für die vier Kinder ausgestattet.

Die Ehefrau und die Kinder dürfen laut Charité-Mitteilung den Bereich, in dem sich der infizierte Patient befindet, nicht betreten. Kontakt zu dem Partienten ist aber durch eine Glasscheibe möglich und sie können über eine Sprechanlage miteinander kommunizieren.

Der Arzt und seine Familie waren am 20. Mai in Berlin Schönefeld gelandet
Der Arzt und seine Familie waren am 20. Mai in Berlin Schönefeld gelandet Michael Ukas/(c) Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Offenbar wollten die USA den Arzt nicht aufnehmen

Die Washington Post berichtet unter Verweis auf anonyme Quellen, dass die USA den Arzt aus Virginia nicht aufnehmen wollten. Allerdings hat die US-Regierung diese Berichte dementiert.

US-Außenminister Marco Rubio hatte Deutschland für die Aufnahme des Arztes und von dessen Familie offiziell gedankt.

In der Demokratischen Republik Kongo sind offiziellen Angaben zufolge 131 Menschen nach einer Infektion mit dem Ebolavirus verstorben. Auch im Nachbarland Uganda wurden Infektionen mit der gefährlichen Bundibugyo-Variante nachgewiesen.

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