Eine Explosion in einem Moskauer Restaurant tötet drei Menschen und verletzt 21. Das nationale Anti-Terror-Komitee spricht von einem selbstgebauten Sprengsatz, der explodierte.
Eine Explosion in einem Moskauer Restaurant am Samstag, bei der drei Menschen starben und 21 weitere verletzt wurden, war nach Angaben von Russlands nationalem Anti-Terror-Komitee ein Bombenanschlag.
„Ein selbstgebauter Sprengsatz explodierte in einem Restaurant am Kudrinskaja-Platz in Moskau und tötete drei Menschen“, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Tass das Komitee.
Unter den Toten waren demnach die Frau, die den Sprengsatz in das Restaurant brachte, ein Sicherheitsmitarbeiter, der sie aufhalten wollte, sowie ein Gast.
Der für seine Nähe zu den russischen Sicherheitskräften bekannte Telegram-Kanal Baza hatte zunächst von einer Gasexplosion in der Küche des Restaurants berichtet.
Das Lokal war Medienberichten zufolge für eine private Geburtstagsfeier reserviert. Unter den Gästen befand sich offenbar auch der Kommandeur der russischen Luftstreitkräfte, Aleksandr Tschajko.
Zuvor hatte die Moskauer Polizei der Nachrichtenagentur Ria Nowosti mitgeteilt, Ermittler und Forensiker seien bereits am Tatort.
Auf in russischen Telegram-Kanälen veröffentlichten Bildern waren Feuerwehr- und Rettungswagen vor dem Gebäude zu sehen.
Mehrere Anschläge in den vergangenen Jahren
Russland war in den vergangenen Jahren immer wieder Ziel von Terroranschlägen.
Seit Beginn des Krieges in der Ukraine 2022 hat der ukrainische Geheimdienst mehrere Anschläge auf russische Militärs und öffentliche Befürworter des Krieges entweder für sich reklamiert oder ist dafür verantwortlich gemacht worden.
Für die Tötung des ranghohen Generals Jaroslaw Moskalik bei einem Autobombenanschlag im April 2025 machte Russland die Ukraine verantwortlich.
Im August 2022 kam die Nationalistin Darja Dugina, Tochter des ultranationalistischen russischen Ideologen Alexander Dugin, nahe Moskau ums Leben, als eine an ihrem Auto befestigte Bombe explodierte.
Viele Beobachter gehen davon aus, dass eigentlich ihr Vater das Ziel war.
Im April 2023 wurde der kremltreue Militärblogger Wladlen Tatarsky – bürgerlich Maxim Fomin – getötet, als in einem Café in Sankt Petersburg eine ihm überreichte Statue explodierte.
Im Dezember 2024 tötete eine an einem Motorroller befestigte Bombe vor einem Wohnblock in Moskau General Igor Kirillow, den Leiter der Chemiewaffenabteilung der russischen Armee, sowie seinen Assistenten.
Im Mai 2023 wurde der kremlnahe Schriftsteller und Nationalist Sachar Prilepin bei einer Autoexplosion nahe der Stadt Nischny Nowgorod schwer verletzt, eine weitere Person kam dabei ums Leben.