Die Zahl öffentlicher Ladesäulen in Europa ist deutlich gestiegen, aber ungleich verteilt. Und entscheidend für E-Autoreisende: Wie schnell lädt die Säule?
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Dabei ohne Strom auf der Straße liegenzubleiben – der Albtraum. Immerhin – das öffentliche Ladenetz für Elektroautos in Europa umfasst mittlerweile rund 1,3 Millionen Stationen. In den ersten vier Monaten 2026 kamen nach Angaben der Ladeinfrastruktur-Beratung EV Boosters etwa sechs Prozent hinzu.
Doch wo ist das Laden am teuersten, wo am günstigsten? Die Preise unterscheiden sich in Europa teils deutlich.
In Irland, Italien, Liechtenstein, Deutschland, Belgien und dem Vereinigten Königreich ist das Fahren eines E-Autos vergleichsweise teuer: Eine Vollladung eines Tesla Model Y mit Hinterradantrieb kostet dort zwischen 30 und 34 Euro.
Ganz anders die Lage in der Türkei, in der Ukraine und in Belarus: Dort kostet eine Vollladung teils nur vier Euro. Ungarn folgt mit 5,69 Euro, Norwegen mit 5,81 Euro.
E-Auto-Ladenetze: Wo die Dichte am höchsten ist
Norwegen wirkt dabei wie ein Paradies für E-Autos. Es zählt nicht nur zu den Staaten mit den niedrigsten Ladekosten. Das dünn besiedelte Land hat mit knapp drei auch die höchste Dichte an Schnellladestationen (>22kW), auch DC-Ladestationen genannt, bezogen auf 1.000 Einwohner. Dahinter folgen Dänemark mit 1,54 sowie Österreich und Schweden mit jeweils 1,05 Schnellladepunkten je 1.000 Einwohner.
Am anderen Ende der Skala stehen Ungarn (0,17), Griechenland (0,18), Polen (0,18) und Irland (0,23) mit den wenigsten Schnellladepunkten je tausend Einwohner.
Zählt man alle Ladepunkte zusammen, also AC und DC, liegen die Niederlande vorn: zwölf Ladepunkte je tausend Einwohner. Dahinter folgen die Nachbarn Belgien und Dänemark mit jeweils rund neun.
Wo es insgesamt die meisten E-Ladestationen gibt
Insgesamt liegen die Niederlande, Deutschland und Frankreich bei der Anzahl der öffentlichen Ladesäulen klar vorn. Dort stehen laut EV Boosters jeweils 200.000 öffentliche Ladestationen oder sogar noch mehr.
Die Niederlande kommen auf mehr als 220.000. Allerdings handelt es sich dort überwiegend um Wechselstrom-Lader (AC). Sie sind vergleichsweise langsam und eignen sich eher für das Aufladen zu Hause oder über Nacht.
"Das zeigt, dass die reine Zahl der Ladepunkte nicht mehr ausreicht, um die Reife eines Marktes zu bewerten. Die Zusammensetzung des Netzes ist inzwischen genauso wichtig wie seine Größe", erläutert EV Boosters.
Bei der Zahl der Schnellladepunkte liegt Deutschland mit rund 54.000 vorn, gefolgt von Frankreich (41.000), dem Vereinigten Königreich (27.000) und Italien (18.000).