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Paketbombenanschlag in Monaco: Ermittler veröffentlichen Fahndungsfoto der Verdächtigen

Polizist sichert eine Straße in Monaco, 30. Juni 2026
Ein Polizist bewacht am 30. Juni 2026 eine Straße in Monaco Copyright  AP Photo
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Von Gavin Blackburn
Zuerst veröffentlicht am
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Der Angriff mit einer Paketbombe in Monaco hat das Mittelmeerland erschüttert. Der Kleinstaat zählt weltweit zu den Staaten mit besonders vielen wohlhabenden Einwohnern. Jetzt sucht Interpol mit einem Fahndungsfoto.

Bei den Ermittlungen zu einem Paketbombenanschlag in Monaco haben die Behörden einen Verdächtigen identifiziert. Bei der Explosion wurde ein in der Ukraine geborener, sanktionierter Multimillionär sowie zwei weitere Menschen schwer verletzt, teilte die Staatsanwaltschaft des Fürstentums am Donnerstag mit.

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"Gegen den Verdächtigen wurde ein Haftbefehl erlassen; ab diesem Abend wird er mit einer Interpol-Red-Notice gesucht", hieß es weiter. Bei der Tatverdächtigen soll es sich nach offiziellen Angaben von Interpol um einer 39-jährige Frau aus der Ukraine handeln. Die Behörde hat außerdem ein Fahndungsfoto veröffentlicht. Den Angaben zufolge soll der ukrainische Multimillionär und Unternehmer aufgrund möglicher Verbindungen zu Russland als Ziel ausgewählt worden sein.

Verdächtige hat Wohnsitz in Deutschland

In der Interpol-Anzeige wird die Frau beschrieben und mit Foto gesucht. Es heißt, sie habe eine Tätowierung auf dem rechten Arm, das möglicherweise eine Schlange abbilden könnte. Die Frau soll in der Ukraine geboren sein, dunkles Haar haben und Deutsch sprechen. Ihr Wohnsitz ist Behörden zufolge in Deutschland. Sie werde nun mit internationalem Haftbefehl gesucht.

Nach Angaben des hessischen Landeskriminalamts sei im Rahmen eines Rechtshilfeersuchens die Wohnung der Frau im Main-Taunus-Kreis am Donnerstag durchsucht worden. Auch ein Fahrzeug sei demnach sichergestellt worden.

Staatsanwaltschaft: Ermittlungen "sehr aktiv" vorangetrieben

Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitgeteilt, eine Person sei festgenommen und später wieder freigelassen worden. Die Ermittler treiben ihre Untersuchung der Explosion "sehr aktiv" voran.

Nach einer weiteren Mitteilung der Staatsanwaltschaft handelt es sich bei der festgenommenen Person um eine ausländische Staatsbürgerin oder einen ausländischen Staatsbürger, die oder der am Mittwochmorgen in Monaco in Gewahrsam genommen wurde.

Die Person blieb in Polizeigewahrsam, "da weitere Überprüfungen notwendig erschienen", und wurde am Nachmittag wieder entlassen, hieß es. Weitere Angaben zu der Person oder den Gründen für den Verdacht machte die Staatsanwaltschaft nicht.

Ein Ermittler untersucht den Tatort an dem Wohngebäude, in dem ein Sprengsatz am 30. Juni 2026 drei Menschen in Monaco schwer verletzte
Ein Ermittler untersucht den Tatort an dem Wohngebäude, in dem ein Sprengsatz am 30. Juni 2026 drei Menschen in Monaco schwer verletzte AP Photo

Explosion durch Paketbombe gegen Multimillionär

Die Explosion ereignete sich am späten Montagabend am Eingang eines Wohnhauses. Die Behörden haben die Verletzten bislang nicht namentlich genannt. Nach ihren Angaben handelt es sich um eine Familie, die offenbar gezielt angegriffen wurde.

Mehrere Medien berichten, unter den Verletzten sei der ukrainische Bauunternehmer Vadym Yermolaiev.

Er erklärte, er habe seine ukrainische Staatsbürgerschaft vor fast zehn Jahren aufgegeben. Die Ukraine belegte ihn 2023 wegen seiner Verbindungen zu Russland mit Sanktionen. Auch eine Frau und ein Kind wurden verletzt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde das Kind bereits im benachbarten Frankreich vernommen. Die beiden erwachsenen Opfer sind weiterhin nicht vernehmungsfähig. Eine der Personen schwebt weiterhin in Lebensgefahr.

Blick auf das Krankenhaus in Nizza, in dem nach Medienberichten drei durch einen Sprengsatz in Monaco verletzte Menschen behandelt werden, 30. Juni 2026
Blick auf das Krankenhaus in Nizza, in dem nach Medienberichten drei durch einen Sprengsatz in Monaco verletzte Menschen behandelt werden, 30. Juni 2026 AP Photo

Die Staatsanwaltschaft stufte die Explosion als versuchten Mordanschlag ein. Französische Behörden unterstützen die Ermittlungen. Die Analyse des Sprengsatzes und die Suche nach dem mutmaßlichen Attentäter dauern an.

Warum die Familie ins Visier geriet und wer dahintersteht, ist weiterhin nicht vollends geklärt.

Der Angriff hat das Fürstentum an der Mittelmeerküste erschüttert. Monaco gehört zu den kleinsten souveränen Staaten der Welt und ist für seine hohe Dichte an wohlhabenden Bewohnern bekannt.

Fürst Albert II. von Monaco bezeichnete die Tat als "abscheulichen Akt" und erklärte, alle öffentlichen Dienste seien mobilisiert worden, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Weitere Quellen • AP, AFP

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