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Wie sicher sind europäische Badegewässer? Stimmen Sie ab

Angela Maurer aus Deutschland schwimmt bei der Freiwasser-WM in Neapel auf den vierten Platz.
Freiwasser-WM in Neapel: Angela Maurer aus Deutschland schwimmt auf Rang vier. Copyright  Copyright 2006 AP. All rights reserved.
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Von Leticia Batista Cabanas
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Wer in Europa einen Strandurlaub plant, kann aufatmen: Laut einem neuen Bericht sind 96 Prozent der Gewässer zum Baden geeignet. Doch wie kontrolliert die EU die Qualität, und gibt es Orte, die weiterhin gefährlich sind?

Der Bericht zeigt: 85 Prozent der überwachten Badegewässer erreichen die höchste Einstufung "ausgezeichnet". Küstengewässer schneiden dabei besser ab als Flüsse und Seen im Binnenland. Ein Grund dafür ist die natürliche Wasserzirkulation, durch die Verunreinigungen schneller verdünnt werden. Trotzdem verfehlen im gesamten EU-Raum fast 300 Badestellen grundlegende Sicherheitsstandards. Dort gilt ein sofortiges Badeverbot. Hauptursachen sind landwirtschaftliche Abwässer und überlaufende Kanalisationen nach starkem Regen.

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In der Vergangenheit hatten die EU-Behörden immer wieder mit Belastungen durch Industriechemikalien und unzureichend gereinigtes städtisches Abwasser zu kämpfen. Häufige Einleitungen von ungeklärtem Abwasser in öffentliche Gewässer führten in den Sommermonaten immer wieder zu kurzfristigen Strandschließungen in Urlaubsorten. Ältere Kontrollsysteme erfassten neue chemische Risiken nur unzureichend. Dadurch blieb die öffentliche Gesundheit anfällig für bislang unerkannte Schadstoffe. Zudem lieferten die damaligen Messsysteme keine Echtzeitdaten, mit denen die Bevölkerung rechtzeitig vor plötzlichen Anstiegen der Bakterienwerte hätte gewarnt werden können.

Heute legt die EU die Standards über die rechtsverbindliche Badegewässerrichtlinie fest. Sie schreibt einheitliche Wasseruntersuchungen in allen Mitgliedstaaten vor.

Die nationalen Behörden müssen während der gesamten Badesaison regelmäßig Wasserproben nehmen und diese auf bestimmte Bakterien wie E. coli untersuchen. Im Rahmen der umfassenderen Wasserrahmenrichtlinie verbindet die EU diese Regeln für Freizeitgewässer mit strengen Vorgaben zum Schutz des Grundwassers. So soll Verschmutzung bereits an der Quelle eingedämmt werden.

Vertrauen Sie der Wasserqualität in Europa? Machen Sie sich Sorgen wegen möglicher Risiken beim Baden? Unsere Umfrage ist anonym und dauert nur wenige Sekunden. Sie helfen uns dabei, unsere EU-weite Berichterstattung zu schärfen, wenn wir uns anschauen, wie sicher Europas Badegewässer wirklich sind.

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