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Hunde und Katzen im Büro: Ja oder nein? Europas tierfreundlichste Länder

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Von Alessio Dell'Anna & video by Loredana Dumitru
Zuerst veröffentlicht am
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Eine neue Umfrage zeigt: Mehr als die Hälfte von 16.000 Beschäftigten würde für ein hundefreundliches Unternehmen den Job wechseln.

Jede Familie hat ihre eigene Lösung. Manche Eltern nehmen ihre Kinder mit zur Arbeit, andere ... ihre Hunde.

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Wie gut das bei der Unternehmensleitung ankommt, hängt stark vom Land ab.

Großbritannien hat offenbar ein Faible für Haustiere.

Eine Auswertung von Online-Stellenausschreibungen der Karriereplattform Flexa zeigt: Auf dem britischen Arbeitsmarkt geben rund zwei Drittel der Anzeigen (64 Prozent) an, dass Hunde im Büro erlaubt sind.

Und das bringt offenbar einige Vorteile. Laut der Studie "Dogs in the Workplace: A Review of the Benefits and Potential Challenges" kann die Anwesenheit von Hunden im Büro Stress und Angst verringern, die soziale Interaktion fördern und sogar die kognitiven Fähigkeiten stärken.

Charlotte, der Hund, tauscht mit einer Frau bei der Palm-Dog-Preisverleihung in Cannes in Südfrankreich am Freitag, den 22. Mai 2026, Zärtlichkeiten aus.
Charlotte, der Hund, tauscht mit einer Frau bei der Palm-Dog-Preisverleihung in Cannes in Südfrankreich am Freitag, den 22. Mai 2026, Zärtlichkeiten aus. AP/Andreea Alexandru

Deutschland liegt bei hundefreundlichen Arbeitsplätzen auf Platz zwei: In fast der Hälfte der Stellenausschreibungen (45 Prozent) sind Hunde ausdrücklich willkommen. Die USA liegen mit 42 Prozent knapp dahinter, gefolgt von Australien (32 Prozent), Frankreich und den Niederlanden (je 28 Prozent) sowie Spanien (27 Prozent). Das Schlusslicht bildet Irland mit nur 17 Prozent.

Können strenge Haustierregeln ein Unternehmen weniger wettbewerbsfähig machen? Das kann durchaus der Fall sein. Der Workplace-Report 2026 von Mars hat 16.000 Beschäftigte befragt. Mehr als die Hälfte würde demnach einen Jobwechsel erwägen, wenn im neuen Unternehmen Haustiere erlaubt sind.

Am ehesten zu einem Jobwechsel bereit sind Rumänen (65 Prozent), gefolgt von den Griechen (64 Prozent), den Schweizern (64 Prozent) sowie den Ungarn (63 Prozent).

Eine kleinere Rolle spielen Haustiere in Frankreich (49 Prozent), Belgien (49 Prozent) sowie Spanien (49 Prozent). Weniger als die Hälfte der Befragten gibt dort an, dass Haustiere die Entscheidung eines Jobwechsels beeinflussen würden.

Haustierfreundlicher Arbeitsplatz: Darauf kommt es an

Für Arbeitgeber ist das ein wichtiger Aspekt. Sie müssen aber auch die Nachteile im Blick behalten.

Einige Beschäftigte haben Angst vor Hunden oder sind gegen Tierhaare allergisch.

Zudem können Tiere persönliche Gegenstände beschädigen. Unternehmen brauchen dann möglicherweise spezielle Versicherungen oder müssen zusätzliche Gebühren zahlen, um Tiere auf dem Gelände zu erlauben.

Für Firmen, die ihren Arbeitsplatz dennoch tierfreundlicher gestalten wollen, empfiehlt die Studie getrennte Bereiche: "haustierfreie" und "haustierfreundliche" Zonen. Außerdem sollten sie geeignete Voraussetzungen schaffen – etwa Außenflächen für den Toilettengang, Trinkstationen und Grünflächen im Freien. Ein gründlicher Sicherheitsrundgang hilft, Gefahren zu beseitigen, von losen Kabeln bis zu giftigen Büro-Pflanzen.

Der „Hunde-Lebenslauf“, wie ihn Mars sich vorstellt
Der „Hunde-Lebenslauf“, wie ihn Mars sich vorstellt Mars 2026 Workplace Report

Am ungewöhnlichsten ist wohl der Tipp, "Hunde-Lebensläufe" zu erstellen. Darin werden die mitgebrachten Tiere und ihre Eigenheiten vorgestellt – etwa "mag Ohrkraulen" oder "hasst die Türklingel".

Bei konkreten haustierfreundlichen Regeln wünschen sich Beschäftigte vor allem flexible Arbeitszeiten (62 Prozent), eine Tierkrankenversicherung als Teil der Sozialleistungen (59 Prozent), finanzielle Unterstützung für die Betreuung des Tiers auf Geschäftsreisen (58 Prozent), Betreuungsangebote direkt am Arbeitsplatz (56 Prozent) und bezahlte Freistellung für die Betreuung eines neuen oder kranken Tiers (55 Prozent).

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