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Waldbrände nahe Portugals Grenze: Spanien verstärkt den Katastrophenschutz

Feuerwehrleute legen kontrollierte Brände, um einen weiter wachsenden Waldbrand nahe Cebreros in der Provinz Ávila zu stoppen. Spanien, 28. Juli 2026.
Feuerwehrleute setzen kontrollierte Brände ein, um einen weiter um sich greifenden Waldbrand nahe Cebreros in der Provinz Ávila in Spanien am 28. Juli 2026 zu stoppen. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Christina Thykjaer
Zuerst veröffentlicht am
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Während ein Großbrand in Zamora Tausende Hektar verwüstet, bleiben auch die Feuer in Castellón und León gefährlich. Nahe der Grenze weckt zudem ein Brand in Portugal Sorgen.

Mit der Ankunft der vierten Hitzewelle des Sommers steht Spanien wegen mehrerer aktiver Waldbrände im Land unter Höchstalarm. In den vergangenen Stunden hat sich Zamora zum Epizentrum des Notfalls auf der Iberischen Halbinsel entwickelt: 14 Ortschaften wurden evakuiert und zwei weitere abgeriegelt, mehr als 6.000 Hektar sind bereits zerstört, und zu Land wie aus der Luft läuft ein groß angelegter Einsatz, um den Vormarsch des Feuers zu stoppen.

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Der Brand brach im Umfeld des Naturparks Arribes del Duero aus und versetzt die gesamte Provinz Zamora in Alarmbereitschaft. Mehrere Ortschaften mussten geräumt werden, weil sich die Flammen durch die große Hitze, den Wind und die extreme Trockenheit der Vegetation rasch ausbreiten. Die Regionalregierung von Kastilien und León hat Gefahrenstufe 2 ausgerufen und die Unterstützung der Militärischen Notfalleinheit (UME) angefordert. Sie arbeitet gemeinsam mit Dutzenden Waldbrandbrigaden, Feuerwehrleuten und Löschflugzeugen.

Die Lage sorgt bei den Einwohnern für enorme Anspannung. Nach Angaben lokaler Medien versuchten zahlreiche Bewohner, den Vormarsch des Feuers in Eigenregie zu bremsen. Sie griffen zu Eimern, Schläuchen, Bottichen und sogar zu Wasser aus privaten Schwimmbecken, um Häuser, Viehbetriebe und landwirtschaftliche Flächen zu schützen, bis die Löschmannschaften eintrafen.

Anwohner unterstützen die Guardia Civil beim Eindämmen der Flammen beim Waldbrand in Fermoselle (Zamora).
Anwohner unterstützen die Guardia Civil beim Eindämmen der Flammen beim Waldbrand in Fermoselle (Zamora). Foto de la Guardia Civil vía X

Zamora, Castellón und León: Brände bereiten Sorgen

Der Brand in Zamora ist nicht der einzige, der die Behörden in Alarmbereitschaft hält. Spanien erlebt einen besonders schwierigen Tag mit mehreren aktiven Waldbränden in verschiedenen Teilen des Landes. Die Temperaturen steigen am Donnerstag in weiten Teilen der Halbinsel erneut über 40 Grad. Zusammen mit geringer Luftfeuchtigkeit und Böen erhöht das die Ausbreitungsgefahr und erschwert die Löscharbeiten.

In der Provinz Castellón ist der Brand bei Vall d'Uixó weiterhin nicht unter Kontrolle. Tausende Bewohner mehrerer Gemeinden können noch nicht in ihre Häuser zurück. Das Feuer hat bereits mehr als 9.300 Hektar zerstört. Zwar ist der Brand eingekreist, doch die Einsatzkräfte arbeiten weiter an aktiven Glutnestern in schwer zugänglichem Gelände. Der Einsatz konzentriert sich darauf, den Ring um das Feuer zu stabilisieren und zu verhindern, dass die Flammen wieder aufflammen oder näher an bewohnte Gebiete heranrücken.

Auch in der Provinz León wächst die Sorge. Die Behörden beobachten drei Brände der Gefahrenstufe 2: San Cipriano del Condado, Veguellina und Valdelaloba. Ihre Entwicklung zwingt die Einsatzleitung, die Löschtrupps zu verstärken und besondere Vorsicht walten zu lassen, weil Hitze und Wind ihre Ausbreitung begünstigen könnten.

Portugal-Waldbrand setzt Spanien in Alarmbereitschaft

Die Sorge endet nicht an der Landesgrenze. In Portugal wütet weiterhin ein großer Brand im Distrikt Guarda, nahe der Grenze. Sein Vormarsch schürt die Angst, dass die Flammen auf spanisches Gebiet übergreifen könnten. Beide Länder haben die Abstimmung ihrer Rettungs- und Löschkräfte verstärkt, um zu verhindern, dass sich das Feuer beiderseits der Grenze ausbreitet.

Angesichts dieser Lage rufen der Zivilschutz und die Regionalbehörden die Bevölkerung auf, äußerste Vorsicht walten zu lassen und jede Tätigkeit zu unterlassen, die einen neuen Brand auslösen könnte. Sie empfehlen außerdem, die Anweisungen der Einsatzkräfte strikt zu befolgen und sich laufend über die Entwicklung der Brände zu informieren, denn die Wetterprognosen für die nächsten Stunden bleiben sehr ungünstig.

Fachleute warnen, dass die Mischung aus extremer Hitze, sehr trockener Vegetation und Wind diese vierte Hitzewelle zu einer besonders gefährlichen Phase für die Ausbreitung von Waldbränden macht. Die nächsten Stunden sind entscheidend, um die wichtigsten Brandherde unter Kontrolle zu bringen und zu verhindern, dass sich die Notlage weiter zuspitzt.

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