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XXL-Militärparade in Paris: Macron versammelt die „Koalition der Willigen“

Die letzte Präsenzsitzung der Koalition fand am sechsten Januar 2026 in Paris statt.
Die Koalition kam zuletzt am 6. Januar 2026 in Paris zu einer Präsenzsitzung zusammen. Copyright  Ludovic Marin, Pool photo via AP
Copyright Ludovic Marin, Pool photo via AP
Von Alexander Kazakevich
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Macron will das Treffen der Kyjiw-Partner in Paris und die großen Feiern zum 14. Juli als starkes Signal für Ukraine-Hilfe und Europas strategischen Neustart nutzen.

Frankreich will sich als „Rahmennation“ präsentieren, die Koalitionen schmiedet und Europas Antwort auf Krisen organisiert. Am Vorabend der jährlichen Parade zum 14. Juli, die an die französische Revolution erinnert, wird das Land deshalb erneut die „Koalition der Willigen“, in der die wichtigsten Unterstützer der Ukraine zusammenkommen, empfangen.

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Mindestens 25 Staats- und Regierungschefs werden für Montag erwartet, darunter der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sowie Bundeskanzler Friedrich Merz und die Spitzen der EU-Institutionen und der NATO.

Das in Paris ins Leben gerufene und gemeinsam mit Großbritannien geführte Format, das zwischen Präsenztreffen und Videokonferenzen wechselt, umfasst inzwischen 37 Staaten. Am Montag kommen zwei weitere Teilnehmer hinzu: die Republik Moldau und Nordmazedonien.

Im Hôtel des Invalides wollen die Verbündeten nach Angaben des Élysée-Palasts die neue Dynamik der „Annäherung“ und Geschlossenheit zugunsten der Ukraine weiter „verstärken“. Diese Linie war beim G7-Gipfel in Évian angestoßen und durch die beim NATO-Gipfel in Ankara verabschiedete Erklärung bestätigt worden. Sie sieht unter anderem Militärhilfen für Kyjiw in Höhe von 70 Milliarden Euro im Jahr 2026 vor.

Raketenabwehr: Europa und Ukraine vertiefen Zusammenarbeit

Ziel sei es zu zeigen, dass es keinerlei Ermüdungserscheinungen gebe und Russland nicht darauf setzen könne, erklärte ein Berater Emmanuel Macrons in einem Telefongespräch mit Journalisten.

Die Staats- und Regierungschefs der Koalition beraten insbesondere über eine engere Zusammenarbeit bei der Luftverteidigung. Im Raum steht eine Lizenzproduktion von Patriot-Flugabwehrraketen in der Ukraine, die Washington kürzlich genehmigt hat. Außerdem wird über den Aufbau eines „ergänzenden“ antiballistischen Systems auf Grundlage europäischer Expertise diskutiert. Die Ukraine soll dabei wegen ihrer Erfahrungen seit Beginn der russischen Invasion „eine sehr starke Rolle“ übernehmen.

Mit Blick auf mögliche Sicherheitsgarantien für die Ukraine im Fall eines Waffenstillstands teilte der Élysée-Palast mit, die Einsatzpläne für eine multinationale Truppe abseits der Kontaktlinie seien „bereit“. Zugleich blieben sie „flexibel“, da ein Ende der Kampfhandlungen weiterhin nicht absehbar ist.

Neben einer möglichen Präsenz von Bodentruppen würden diese Garantien vor allem auf „rechtlich verbindlichen“ bilateralen Abkommen sowie auf einer Beteiligung der USA an der Überwachung eines Waffenstillstands beruhen.

14. Juli im XXL-Format

Die traditionelle Militärparade auf den Champs-Élysées in Frankreich soll in diesem Jahr besonders groß werden. Nach Angaben des Präsidentenamts werden fast 6 800 Soldatinnen und Soldaten aufmarschieren – ein „historischer Rekord“. Das sind 15 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Auch die Zahl der Fahrzeuge und Luftfahrzeuge steigt um 30 Prozent.

Den Auftakt des Umzugs bilden 503 Soldatinnen und Soldaten aus den Staaten der „Koalition der Willigen“. Sie defilieren vor rund 30 Staats- und Regierungschefs.

Wolodymyr Selenskyj wird am Montag und Dienstag in Paris sein, ebenso Friedrich Merz. Für den Bundeskanzler sei es „eine persönliche Ehre, der Militärparade von der Ehrentribüne der Champs-Élysées aus beizuwohnen“. Beide Länder wollen so „ein starkes Signal für die Freundschaft und die engen Bande zwischen Frankreich und Deutschland“ senden, heißt es aus dem Kanzleramt.

In Paris gilt diese Abfolge von Treffen als „starkes Symbol für ein Europa, das erwacht, die Gefährlichkeit der Welt erkennt und begreift, dass es sein Schicksal selbst in die Hand nehmen muss“.

Die französischen Behörden haben pro teilnehmendem Land eine Spanne von sieben bis 25 Soldatinnen und Soldaten festgelegt. Die Ukraine etwa stellt 25 Militärangehörige.

In der Luft wird die Patrouille de France von zwei Mirage-Kampfflugzeugen begleitet, an Bord sitzen ukrainische Copiloten, die in Frankreich ausgebildet wurden. Außerdem beteiligen sich Maschinen aus Deutschland, Großbritannien, Kroatien, Dänemark, Spanien, Griechenland, Italien, Norwegen, Polen und Schweden an der Parade.

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