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Rache nach Chameneis Tod? Merz auf "Vergeltungsliste" regimenaher iranischer Zeitung

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf dem NATO-Gipfel in Ankara
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf dem NATO-Gipfel in Ankara Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Sonja Issel
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Angeführt wird die Grafik von US-Präsident Donald Trump und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Darunter finden sich weitere westliche Staats- und Regierungschefs sowie ranghohe US-Politiker, die nach Darstellung der Zeitung für den Tod Ali Chameneis "bezahlen" sollen.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist am späten Samstagabend auf einer mutmaßlichen "Vergeltungsliste" erschienen, die von der ultrakonservativen, dem iranischen Regime nahestehenden Zeitung Hamshahri veröffentlicht wurde.

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Auf der Grafik ist Merz in Gefängniskleidung neben weiteren westlichen Politikern zu sehen, die nach Darstellung der Zeitung für den Tod des iranischen Obersten Führers Ali Chamenei "bezahlen" sollen. Über dem Bild ragen die Worte: "Rache ist unausweichlich. Die Verbrecher werden den Wunsch nach einem friedlichen Tod mit ins Grab nehmen."

Auf der Liste stehen unter anderem Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, US-Außenminister Marco Rubio und US-Verteidigungsminister Pete Hegseth.

Angeführt wird die Liste von US-Präsident Donald Trump und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, deren Stirnen jeweils mit einem Fadenkreuz markiert sind.

Einen Hinweis darauf, dass die von der Zeitung veröffentlichte Grafik offiziell von den iranischen Behörden gebilligt wurde, gibt es derzeit nicht.

Die Zeitung der Stadtverwaltung Teheran veröffentlichte das Bild am späten Samstagabend.
Die Zeitung der Stadtverwaltung Teheran veröffentlichte das Bild am späten Samstagabend. Quelle: Screenshot www.hamshahrionline.irv

Rache sei "Wille des Volkes"

Die Rhetorik der "Rache" gegenüber westlichen Staaten, insbesondere den USA und Israel, ist im Zusammenhang mit dem Tod Ali Chameneis nicht neu.

"Rache ist der Wille unseres Volkes und muss unausweichlich vollzogen werden", sagte sein Sohn und Nachfolger Modschtaba Chamenei am Samstag in einer ersten schriftlichen Botschaft seit der Beerdigung seines Vaters.

Er erklärte zudem, Iran habe eine Liste mit Personen zusammengestellt, die ins Visier genommen werden sollten. Konkrete Namen nannte er jedoch nicht.

"Diese Verbrecher, deren Namen auf einer Liste stehen, werden den Wunsch nach einem friedlichen Tod im eigenen Bett mit ins Grab nehmen", heißt es in der Erklärung weiter.

Nach einem Bericht des US-Senders CNN hatte der israelische Geheimdienst Washington zuvor über einen "konkreten" iranischen Plan zur Ermordung von Donald Trump informiert. Der Sender berief sich auf nicht namentlich genannte Quellen, die mit dem Vorgang vertraut seien. Zuvor hatte bereits das Wall Street Journal berichtet, Israel habe die USA über einen entsprechenden Plan unterrichtet.

Ali Chamenei war am 28. Februar, dem ersten Tag des von Israel und den USA begonnenen Krieges, bei einem gemeinsamen US-israelischen Angriff getötet worden. Sein Sohn Modschtaba übernahm anschließend das Amt des geistlichen Führers.

Während des Krieges hatte der Iran mehreren europäischen Staaten vorgeworfen, die Angriffe auf iranisches Staatsgebiet weder verurteilt noch verhindert und durch die Freigabe ihres Luftraums für US-Militärflugzeuge indirekt unterstützt zu haben.

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