Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Russlands Cyberangriffe: Berlin und Paris bestellen russische Botschafter ein

Frankreich spricht von zehn betroffenen europäischen Staaten. Archivfoto.
Frankreich: zehn europäische Staaten betroffen. Archivfoto. Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Simon Ormiston
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

Die Führung in Moskau steht im Verdacht, westliche Staaten mit Propaganda, Fake News und Sabotage zu destabilisieren. Jetzt haben Deutschland und Frankreich wegen aktueller Cyperkampagnen die russischen Botschafter einbestellt.

"Cyberangriffe gegen Deutschland, EU-Partner & die Ukraine sind inakzeptabel. Wir beantworten sie entschlossen, auch mit zusätzlichen Sanktionen. Zudem haben wir heute den russischen Botschafter einbestellt & unsere Haltung noch einmal verdeutlicht." Das schreibt das Auswärtige Amt in Berlin an diesem Montag in den sozialen Medien.

WERBUNG
WERBUNG

Russland versuche, mit seinen Cyberangriffen Deutschland und Europa zu destabilisieren.

Zehn Staaten in den vergangenen Tagen angegriffen

Gleichzeitig hat Frankreichs Außenminister angekündigt, den russischen Botschafter einzubestellen. Moskau soll erklären, welche Rolle es bei einer groß angelegten Cyberkampagne zu Sabotage- und Spionagezwecken spielt.

"Wir werden außerdem Sanktionen gegen neun Personen und vier Organisationen verhängen, die für diese Cyberkampagne verantwortlich sind, die vom Sicherheitsdienst FSB orchestriert wurde“, sagte Jean-Noel Barrot in einem Interview mit BFMTV/RMC.

Nach seinen Angaben wurden in den vergangenen Tagen zehn europäische Staaten angegriffen, darunter Frankreich.

Die Angriffe richteten sich gegen Ministerien, Unternehmen und Dienstbetreiber. Ziel sei gewesen, entweder Informationen abzugreifen oder Abläufe zu sabotieren – etwa Bahn-Infrastruktur, wie es in Polen der Fall gewesen sei, fügte er hinzu, ohne weitere Details zu nennen.

Barrot erklärte, Frankreich habe die Cyberangriffe entdeckt, weil das Land seine Abwehr gegen solche Attacken deutlich verstärkt habe.

Schon 2025 waren die russischen Cyberattacken gegen NATO-Länder laut einer Untersuchung um 25 Prozent gestiegen.

Weitere Quellen • AFP

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

"Cyber-Dome" nach israelischem Vorbild: Was Dobrindt in Deutschland gegen Online-Angriffe plant

Chef für Cybersicherheit der NATO kommt aus Polen: General Karol Molenda steigt auf

Russlands Cyberchef nach Schüssen in Klinik - Wer ist der russische GRU-Offizier?