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Großbritannien investiert über drei Jahre 293,5 Mio. Euro in Schutz jüdischer Gemeinden

Zwei Menschen bei Messerangriff in großer jüdischer Gemeinde in London verletzt. 29. April 2026
29. April 2026: Messerangriff in großer jüdischer Gemeinde in London verletzt zwei Menschen. Copyright  AP Photo
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Von Simon Ormiston
Zuerst veröffentlicht am
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Die Mittel finanzieren zusätzliche Polizeistreifen vor Synagogen und jüdischen Schulen nach Hassangriffen und wachsendem Antisemitismus.

Die britische Regierung stellt ein Paket im Umfang von 250 Millionen Pfund (293,5 Millionen Euro) bereit. Damit will sie den Polizeischutz für jüdische Gemeinden verstärken, nachdem es landesweit zu einer Reihe antisemitischer Angriffe gekommen ist.

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Die Mittel werden über drei Jahre verteilt und finanzieren mehr als 500 zusätzliche Polizeibeamte in Gebieten mit größeren jüdischen Bevölkerungen, davon 300 in London. Außerdem sollen Streifen vor Synagogen und jüdischen Schulen ausgeweitet und mehr zivile Kräfte eingesetzt werden.

Der scheidende Premierminister Keir Starmer erklärte, die Maßnahme sei Teil einer „koordinierten Reaktion in allen Bereichen unserer Gesellschaft“, um Antisemitismus auszumerzen.

Der Anstieg des Antisemitismus in den vergangenen Jahren sei „ein Test für unsere Werte als Land“, sagte Starmer. Die Bekämpfung habe „von Tag eins an im Zentrum meiner Amtsführung“ gestanden.

Die nun bereitgestellten Gelder knüpfen daran an und bedeuten „einen grundlegenden Schritt nach vorn beim Schutz und bei der Polizeiarbeit, damit jüdische Gemeinden ihren Glauben ohne Angst leben und feiern können“.

Das Paket umfasst zudem Mittel für Bildungsprojekte, die Antisemitismus bekämpfen und Hasskriminalität vorbeugen sollen.

Matt Jukes, stellvertretender Polizeipräsident der Metropolitan Police in London, betonte, jüdische Gemeinden seien weiterhin besonderen Gefahren ausgesetzt.

Sie stünden „vor einer außergewöhnlichen Bedrohung: mit zunehmender Hasskriminalität, dazu Terrorismus und Einmischung feindlicher Staaten“, sagte er.

Die Ankündigung folgt auf mehrere Angriffe gegen jüdische Bürgerinnen und Bürger sowie jüdische Einrichtungen, die dazu führten, dass die Downing Street die Terrorwarnstufe auf die Stufe „severe“ (schwerwiegend) anhob.

Ende April wurden im Londoner Norden im Stadtteil Golders Green zwei jüdische Männer niedergestochen. Die Polizei wertete die Tat als Terrorangriff. Zuvor hatte es im Frühjahr bereits Brandstiftungen und versuchte Brandanschläge auf jüdische Einrichtungen gegeben, darunter Synagogen in der Hauptstadt.

Im Oktober vergangenen Jahres kamen bei einem Angriff auf eine Synagoge in Manchester zwei Menschen ums Leben.

Nach Angaben der Regierung fließen 59 Millionen Pfund des Gesamtpakets in die Terrorismusbekämpfung. Damit sollen Sicherheitsmaßnahmen ausgebaut und die Reaktion auf Bedrohungen durch feindliche Staaten verbessert werden.

Nach dem Angriff in Golders Green sagte Starmer der jüdischen Gemeinschaft in Großbritannien zusätzliche Unterstützung zu und warf Iran vor, „britische Jüdinnen und Juden verletzen zu wollen“.

Die Metropolitan Police kündigte zudem im Mai an, eine eigene Einheit zum Schutz jüdischer Gemeinden einzurichten, nachdem die Zahl antisemitischer Vorfälle stark gestiegen war.

Weitere Quellen • AFP

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