Europa schließt Abkommen zum Ausbau der Energiespeicher, um Versorgung zu sichern und Preise für Bürger und Unternehmen stabil zu halten. Was steckt drin? Fragen Sie den Euronews‑KI‑Chatbot.
Die EU-Energieminister haben am 26. Juni ein erstes Dreiparteien-Abkommen unterzeichnet, um die Energiespeicherkapazitäten der Europäischen Union auszubauen und Europas Energiesicherheit zu stärken.
Europa will bis 2030 mindestens 42,5 Prozent seiner Energie aus erneuerbaren Quellen beziehen. Doch bislang reichen die Speicherkapazitäten nicht aus, um den erzeugten Ökostrom vollständig aufzunehmen. Überschüssiger Strom, der nicht gespeichert werden kann, muss abgeregelt werden. In Zeiten geringerer Produktion müssen deshalb weiterhin fossile Energieträger einspringen.
Der Ausbau von Speichern gilt deshalb als entscheidend. Sie nehmen überschüssigen Strom aus erneuerbaren Quellen auf und stellen ihn wieder bereit, wenn die Erzeugung sinkt oder die Nachfrage steigt. So kann Europa schneller auf Schwankungen im Stromnetz reagieren, die Abhängigkeit von fossilen Energien verringern und die Preise für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen bezahlbar halten.
Nach Angaben der Kommission verfügt die EU derzeit über rund 55 Gigawatt Speicherkapazität. Bis 2030 werden jedoch etwa 200 Gigawatt benötigt.
Das Abkommen ist Teil des Programms für bezahlbare Energie der Kommission. Es bringt Finanzinstitute, Produzenten sauberer Energie und energieintensive Branchen an einen Tisch. Ziel sind eine stabilere Energienachfrage, verlässlichere Kosten, jährliche Prognosen zur Speicherkapazität und ein leichterer Zugang zu Finanzmitteln.
22 Mitgliedstaaten haben bereits zugesagt, bis 2028 zusätzlich zwischen 30 und 35 Gigawatt Speicherkapazität zu schaffen. Dafür wollen sie regulatorische Hürden abbauen und finanzielle Unterstützung bereitstellen, damit neue Speicherprojekte schneller umgesetzt werden können. Fünf weitere Mitgliedstaaten sollen bis Ende des Jahres hinzukommen.
Die Kommission übernimmt die Umsetzung des Abkommens und will die Fortschritte bis 2028 jährlich überprüfen.
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