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Fontainebleau-Waldbrand: Freiwilliger Feuerwehrmann gesteht Brandlegung

Feuerwehrleute stehen neben verkohlten Bäumen nach einem Waldbrand im Waldgebiet von Fontainebleau südlich von Paris, Frankreich, am 14. Juli 2026
Feuerwehrleute stehen nahe verkohlter Bäume nach einem Waldbrand im Gebiet des Waldes von Fontainebleau südlich von Paris, Frankreich, 14. Juli 2026 Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Célia Gueuti
Zuerst veröffentlicht am
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Nach dem bislang größten Waldbrand in der Geschichte von Fontainebleau stehen mehrere Verdächtige im Fokus der Ermittler. Ein freiwilliger Feuerwehrmann und ein Student räumten ihre Beteiligung ein.

Die beiden Männer, die ihre Beteiligung an den Bränden im Wald von Fontainebleau eingeräumt haben, sind einem Ermittlungsrichter am Gericht in Fontainebleau vorgeführt worden.

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Die Staatsanwaltschaft beantragte Untersuchungshaft. Der erste Beschuldigte, ein 2007 geborener Student, soll einen Brand versehentlich ausgelöst haben, indem er eine Zigarette wegwarf. Der zweite Beschuldigte, ein ebenfalls 2007 geborener freiwilliger Feuerwehrmann, gestand, mit Benzin und einem Feuerzeug ein Reisigfeuer entfacht zu haben.

"Zwischen den beiden Beschuldigten besteht kein Zusammenhang", teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Feuerwehr- und Rettungsdienst des Départements Seine-et-Marne (SDIS) zeigte sich in einer Mitteilung "zutiefst bestürzt" und kündigte die Suspendierung des freiwilligen Feuerwehrmanns an.

Zudem nahmen die Behörden am Dienstagabend einen 46-jährigen Mann fest, als er versuchte, einen für die Öffentlichkeit gesperrten Parkplatz zu befahren. Bei der Durchsuchung seines Fahrzeugs fanden die Ermittler zahlreiche zerknüllte Zeitungen sowie ein Feuerzeug.

Er ist die siebte Person, die im Zusammenhang mit den Ermittlungen zum bislang größten Waldbrand in der Geschichte des Waldes von Fontainebleau festgenommen wurde. Zwei der Festgenommenen wurden nach dem Polizeigewahrsam wieder freigelassen, fünf befinden sich weiterhin in Gewahrsam.

Macron besucht Fontainebleau

Emmanuel Macron wird am Donnerstagvormittag nach Fontainebleau reisen, um "allen Frauen und Männern, die gegen die Brände kämpfen, seine Unterstützung zuzusichern", teilte der Élysée-Palast mit.

Vor Ort will der französische Präsident Einsatzkräfte sowie lokale Mandatsträger treffen. Mit seinem Besuch wolle er "das uneingeschränkte Engagement des Staates im Kampf gegen die außergewöhnlich schwere Waldbrandsaison bekräftigen, die Frankreich derzeit erlebt", erklärte der Élysée.

Brandursache an der A6: Waren Bauarbeiten der Auslöser?

Zwei der Verdächtigen befinden sich seit Dienstag im Polizeigewahrsam. Gegen sie wird im Zusammenhang mit einem mutmaßlich unbeabsichtigt verursachten Brand nahe der Autobahn A6 ermittelt, die den Wald von Fontainebleau durchquert.

Der erste Beschuldigte, Jahrgang 1975, ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft "justiziell nicht bekannt". Der zweite, geboren 2005, sei "wegen Verkehrsdelikten polizeibekannt". Nach Angaben der Staatsanwältin Diane Ngomsik gestalten sich die Ermittlungen wegen der Vielzahl der Brandherde besonders schwierig.

"Alle Hypothesen – ob Unfall oder vorsätzliche Brandstiftung – müssen geprüft werden", betonte sie. Die Ermittlungen werden zudem dadurch erschwert, dass nicht alle betroffenen Gebiete bislang zugänglich sind. "Am Brandort Arbonne-la-Forêt wurden bereits Spuren gesichert und Proben entnommen. Weitere Untersuchungen werden in mehreren betroffenen Bereichen folgen, sobald diese betreten werden können", erklärte die Staatsanwältin.

Die Brände im Wald von Fontainebleau gelten inzwischen als unter Kontrolle, vollständig gelöscht sind sie jedoch noch nicht. Rund 800 Feuerwehrleute sind weiterhin im Einsatz. Mehr als acht Prozent der bewaldeten Fläche wurden bereits durch die Flammen zerstört.

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