Loader
Finden Sie uns
Werbung

Brände in Spanien: Saragossa stabil, Guadalajara außer Kontrolle

Brand in Orés in der Nacht vom achtzehnten auf den neunzehnten Juli 2026.
Brand bei Orés in der Nacht vom 18. auf den 19. Juli 2026. Copyright  x.com @guardiacivil
Copyright x.com @guardiacivil
Von Jesús Maturana
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopieren Copy to clipboard Link kopiert!

Das Feuer bei La Mierla hat bisher rund 13.000 Hektar zerstört, 16 Dörfer mussten geräumt werden. Das Feuer bei Orés in Zaragoza erfasste rund 15.400 Hektar. Insgesamt sind bisher bei den Bränden in Spanien rund 70.000 Hektar verbrannt.

Die beiden Brandherde, auf die sich die Feuerwehren in Spanien derzeit konzentrieren, sind weiter aktiv: der bei La Mierla in der Sierra Norte de Guadalajara und der bei Orés in der zaragonesischen Region Cinco Villas. Beide haben inzwischen Ausmaße erreicht, die sie zu den zerstörerischsten Feuern des Jahres im Land machen.

WERBUNG
WERBUNG

Der am Donnerstag ausgebrochene Brand bei La Mierla hat bereits fast 13.000 Hektar vernichtet, nach den jüngsten verfügbaren Daten. In der Nacht zum Sonntag konzentrierten sich die Löschmannschaften auf zwei Fronten: auf die Südseite bei Gascueña de Bornova sowie auf Sicherungsarbeiten in Navas de Jadraque und Bustares.

Die Liste der evakuierten Orte ist auf sechzehn angewachsen: Bustares, Veguillas, Villares de Jadraque, Monasterio, La Mierla, Muriel, Semillas, La Nava de Jadraque, Almiruete, Palancares, Umbralejo, Navas de Jadraque, El Ordial, Arroyo de las Fraguas und Zarzuela de Jadraque, außerdem der Bereich um den Stausee von Beleña.

Die Regierung von Kastilien-La Mancha betont, dass sich das Feuer extrem verhält. Böen aus Südwest erreichen mehr als 60 Meter pro Minute – deutlich über der Marke von 10 Metern pro Minute, ab der ein Brand als nicht mehr beherrschbar gilt.

Die Guardia Civil ermittelt weiter zur Brandursache. Der Ausbruch könnte mit landwirtschaftlichen Arbeiten mit einem Mähdrescher zusammenhängen.

Orés: Aufatmen, aber weiterhin Wachsamkeit

In Zaragoza hat der Brand bei Orés bereits mehr als 15.400 Hektar erfasst. Das InfoAR-System beschreibt die Entwicklung in der Nacht dennoch als günstig. Am Vormittag stießen nach und nach weitere Luft- und Bodeneinsatzmittel zu den Löscharbeiten, an einem Tag, der etwas weniger schwierig verläuft als die vorherigen.

Die Orte Orés, Asín, Luesia, Malpica de Arba und Uncastillo bleiben geräumt. Für Sos del Rey Católico, Navardún, Urriés und Castiliscar gilt weiterhin die Vorwarnstufe.

Rund 450 Einsatzkräfte sind im Gelände. Sie beobachten mögliche Winddrehungen, um Wiederaufflammungen früh zu erkennen und sowohl die bewohnten Orte als auch das geschützte Landschaftsgebiet der Sierra de Santo Domingo zu sichern.

Der Notdienst 112 Aragón hat klargestellt, dass das kursierende Gerücht, man benötige Traktoren zur Bekämpfung des Brandes bei Orés, falsch ist.

Sommer bringt bereits historische Brandzahlen

Über diese beiden Großbrände hinaus fällt die Bilanz des Jahres äußerst ernst aus. Spanien verzeichnet bislang rund 70.000 Hektar verbrannte Fläche und 18 große Waldbrände – fast das Dreifache der Fläche im gleichen Zeitraum 2025.

Hinzu kommen weitere jüngste Brände: Das Feuer in Huesca bei der Gemeinde Plan ist trotz des gebremsten Vormarschs in der Nacht weiterhin aktiv, der Brand bei Fiscal gilt als stabilisiert. In Andalusien wurden Brände in Laujar de Andarax (Almería) und Purullena (Granada) gemeldet, letzterer entwickelt sich günstig.

In Málaga konnten die evakuierten Bewohnerinnen und Bewohner von Árchez nach der Stabilisierung des Feuers, das zu Ausgangsbeschränkungen in Cómpeta geführt hatte, bereits in ihre Häuser zurückkehren. In Madrid erklärten die Behörden den Brand bei Lozoyuela für unter Kontrolle, dort verbrannten mehr als 700 Hektar.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Waldbrände in Spanien: Feuer bei Saragossa zerstört bereits 15.400 Hektar

Kylian Mbappé: Torschützenkönig der WM 2026 und bester WM-Torjäger aller Zeiten

WM-Feier in Spanien endet tragisch: 13-jähriger Junge kommt ums Leben