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Gedenktag der türkischen Invasion: Christodoulides fordert Ende der Besatzung Zyperns

Präsident Christodoulidis legt Kranz am Denkmal Makedonitissa nieder
Präsident Christodoulides legt Kranz am Grabmal von Makedonitissa nieder Copyright  Andreas Loucaides/PIO
Copyright Andreas Loucaides/PIO
Von Ioannis Karagiorgas
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Zum 52. Jahrestag der türkischen Invasion von Zypern fordern Politiker des Landes und aus Griechenland eine Lösung. Internationale Organisationen wie die UN sprechen von Verstößen gegen das Völkerrecht.

Luftalarm am Montag, 5.30 Uhr. Die Sirenen in allen Städten des freien Zyperns sagen jedoch keine Gefahr an, sondern das Gedenken an an den Jahrestag des 20. Juli 1974. Damals startete die Türkei die Invasion der Insel.

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Der wenige Tage nach dem 20. Juli vereinbarte Waffenstillstand erwies sich als vorübergehend. Zu diesem Zeitpunkt kontrollierte die Türkei etwa drei Prozent des zyprischen Territoriums. Im August 1974 folgte die zweite Phase der sogenannten "Attila II" Operation. Die Türkei drängte in den Norden und besetzte 36 Prozent von Zypern.

Seit dem frühen Montagmorgen senden die politischen Spitzen von Zypern und Griechenland Botschaften des Gedenkens. Sie machen deutlich, dass sie nicht vergessen, was vor 52 Jahren geschah.

Tausende Vermisste, Vertriebene und Verhaftete

"Vor 52 Jahren, am 20. Juli 1974, begann die türkische Invasion, die zur territorialen Zerstückelung der Republik Zypern führte. Sie brachte bis heute anhaltendes Leid für Tausende Vermisste, Vertriebene und Verhaftete und verstößt gegen jede Grundlage des Völkerrechts", erklärte das griechische Außenministerium.

Griechenland verneige sich vor dem Andenken der Gefallenen. Das Land bekunde Respekt und Dank gegenüber allen, die mit Mut und Selbstlosigkeit die Insel verteidigten.

Die Zypernfrage ist ein internationales Problem einer rechtswidrigen Invasion und Besatzung eines EU- und UNO-Mitgliedstaates. Internationale Organisationen wie die UN sprechen von Verstößen gegen das Völkerrecht: Vertreibung, Umsiedlung und das Verhindern der Rückkehr von Vertriebenen. Die Republik Zypern ist nach wie vor der einzige Mitgliedstaat der EU, dessen Staatsgebiet teilweise besetzt ist.

"Im Einklang mit der Republik Zypern setzt sich Griechenland für eine umfassende, gegenseitig akzeptierte Lösung ein. Grundlage soll eine bizonale, bikommunale Föderation mit politischer Gleichheit von griechischen und türkischen Zyprioten sein", so das griechische Außenministerium in einer Mitteilung. "Sie soll eine einheitliche völkerrechtliche Persönlichkeit, eine Souveränität und eine Staatsbürgerschaft haben. Rahmen dafür sind die Resolutionen des UNO-Sicherheitsrats sowie das europäische Recht und die Prinzipien und Werte der EU."

Lösung der Zypernfrage ist "vorrangige Aufgabe"

Griechenland bleibe dazu bereit und werde weiterhin konstruktiv zu den nächsten Schritten im laufenden Prozess des UNO-Generalsekretärs beitragen. Ziel sei ein Neustart der Verhandlungen auf Basis des vereinbarten Rahmens unter der Schirmherrschaft der UNO.

"Die Lösung der Zypernfrage im Rahmen der vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen gesetzten Parameter, die Wiedervereinigung der Insel und das Ende der Besatzung auf dem Gebiet eines EU-Mitgliedstaates bleiben eine vorrangige Aufgabe", so das Ministerium.

"Unsere Helden hier am Macedonitissa-Grab sowie überall sonst auf Zypern, wo sie ruhen – an den Gefangenengräbern, in allen Regionen sowohl des freien als auch des besetzten Zyperns – definieren die Pflicht und Verantwortung von uns allen, die wir derzeit Führungspositionen in diesem Land bekleiden, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um die türkische Besatzung zu beenden", erklärte auch der Präsident Zypern, Nikos Christodoulides.

Er insistierte auf der Lösung der Zypernfrage, "um unser Land zu befreien und unsere Heimat wieder zu vereinen."

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