Gibt es ein neues Kapitel in der Geschichte von Buckelwal Timmy, der auch Hope genannt wird? Heute soll ein DNA-Ergebnis vorgestellt werden. Das Resultat ist bereits bekannt.
Die Saga rund um den Buckelwal Timmy, den einige Hope nennen, hat Deutschland wochenlang in Atmen gehalten. Lange wurde gebangt und gehofft, doch trotz aufwendiger Rettungsaktion nahm die Geschichte kein glückliches Ende. Der Kadaver von Timmy wurde vor der dänischen Insel Anholt gesichtet und nach mehreren Tagen an Land gezogen.
Jetzt scheint es eine erneute Wendung zu geben, auf Facebook wurde eine Pressekonferenz in Hamburg angekündigt: "Buckelwal Hope / Timmy – Verkündung DNA-Ergebnis." Teilweise wird das Event auch beworben mit dem Versprechen: "Die Wahrheit muss endlich ans Licht"
Rätselhafte Pressekonferenz in Hamburg
BILD hat offenbar schon im Vorfeld erfahren, was genau verraten werden soll. Die Proben, die der Wal-Experte Jeff Forster entnommen hat, stimmen anscheinend nicht mit der DNA des toten Wals auf der Insel Anholt überein. Heißt das, dass es sich bei dem Wal-Kadaver gar nicht um Timmy handelt?
Der Buckelwal wurde ja auch "Hope" getauft, doch Hoffnung ist in diesem Fall nicht angebracht. Es gilt weiterhin als sehr unwahrscheinlich, dass Timmy noch lebt. Wie kann man die Ungereimtheiten bei der DNA-Probe also erklären? BILD zufolge gab es keine unabhängigen Zeugen für die DNA-Entnahme.
Das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern und das Meeresmuseum in Stralsund entnahm keine Proben. Und der Versand an das Labor zur Auswertung der DNA wurde anscheinend nicht überwacht.
Zweifel gibt es offenbar auch dazu, wie die Proben aufbewahrt wurden. Durch falsche Lagerung hätte das Material verfälscht werden können.
Da bleibt viel Raum für Spekulationen - und für Verschwörungstheorien.
Man geht dennoch davon aus, dass die Qualität der Datenanalyse bei 99 Prozent, so heißt es.
Die DNA ist nur ein Element. Zur Erinnerung: der Tracker, den die Timmy-Retter an dem Tier befestigt hatten, wurde bei dem toten Wal auf Anholt gefunden. Und viele Verletzungen stimmten mit denen überein, die der Wal auf Poel hatte. Der Wal-Forscher und Biologe Fabian Ritter weist zudem darauf hin, dass die Form der Schwanzflosse die Identität des Tieres bestätige: "Es handelt sich um dasselbe Individuum. Man erkennt ganz klar den individuellen Kantenverlauf am hinteren Ende der Fluke."
Es wird sich zeigen, ob es bei der Pressekonferenz weitere Informationen geben wird.