Historische Hitze in Österreich: Erstmals wurden dort mehr als 40,5 Grad gemessen. Auch Deutschland erlebt einen außergewöhnlich heißen Sommer. Wie nah liegen unsere Temperaturrekorde – und wie geht die Hitzewelle weiter?
Historischer Hitzetag in Österreich: Erstmals seit Beginn der Wetteraufzeichnungen ist dort eine Temperatur von mehr als 40,5 Grad gemessen worden. Im Wiener Stadtteil Stammersdorf zeigte das Thermometer am Dienstagnachmittag 41 Grad. Damit wurde der bisherige Landesrekord aus dem Jahr 2013 übertroffen, als im niederösterreichischen Bad Deutsch-Altenburg 40,5 Grad registriert wurden.
Auch am Mittwoch rechnen Meteorologen erneut mit extremer Hitze. Vor allem im Osten des Landes könnten die Temperaturen erneut an der 40-Grad-Marke kratzen.
Donau führt so wenig Wasser wie lange nicht
Die anhaltende Hitze und Trockenheit haben auch Folgen für die Schifffahrt. Wegen des extremen Niedrigwassers auf der Donau ist die Güterschifffahrt in weiten Teilen stark eingeschränkt. Auch Flusskreuzfahrten können vielerorts nur noch mit Einschränkungen stattfinden.
Bereits der Juli war in Österreich außergewöhnlich heiß und trocken. Nach Angaben des Wetterdienstes fiel regional bis zu 90 Prozent weniger Regen als normalerweise in diesem Monat.
Wie sieht es in Deutschland aus?
Auch Deutschland erlebt derzeit eine außergewöhnliche Hitzeperiode. Zwar wurde der österreichische Rekord hierzulande bislang nicht erreicht, doch auch in Deutschland liegen die Höchstwerte deutlich über der 40-Grad-Marke.
Der amtliche Temperaturrekord wurde am 25. Juli 2019 gleich an mehreren Messstationen registriert. In Duisburg-Baerl sowie in Tönisvorst in Nordrhein-Westfalen maß der Deutsche Wetterdienst jeweils 41,3 Grad Celsius. Bis heute ist das der höchste offiziell gemessene Wert in Deutschland.
Bereits im Sommer 2019 waren an mehreren Orten Temperaturen von über 40 Grad gemessen worden – ein Meilenstein in der deutschen Wettergeschichte.
Hitzewellen werden häufiger
Meteorologen beobachten seit Jahren, dass lang anhaltende Hitzeperioden häufiger auftreten. Gleichzeitig nehmen Trockenheit und Dürre in vielen Regionen Europas zu. Die Folge sind nicht nur Belastungen für Menschen und Natur, sondern auch Probleme für Landwirtschaft, Schifffahrt und Energieversorgung.
Während Österreich nun einen neuen Temperaturrekord verzeichnet, bleibt auch in Deutschland die Wetterlage angespannt. Je nach Region werden in den kommenden Tagen erneut Höchstwerte deutlich über 30 Grad erwartet. Wo gleichzeitig Regen ausbleibt, steigt zudem die Gefahr von Trockenheit und Waldbränden.