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Vorsicht Gewitter! DWD warnt vor Unwettern, es drohen sogar Tornados

Gewitter über Sieversdorf bei Berlin am 31. Juli 2026
Gewitter über Sieversdorf bei Berlin am 31. Juli 2026 Copyright  AP Photo
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Von Lutz Faupel
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Nach der Hitze rollen neue Gewitter über Deutschland. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen. Und obwohl 2026 bislang vergleichsweise wenige Tornados gezählt wurden, ist die Saison noch längst nicht vorbei.

Nach der Hitze kommt das nächste Extremwetter: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt für weite Teile Deutschlands vor kräftigen Gewittern mit Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen. Gleichzeitig weisen Meteorologen darauf hin, dass auch die Tornado-Saison noch nicht beendet ist. Zwar wurden 2026 bislang deutlich weniger Tornados registriert als im langjährigen Durchschnitt – doch gerade im August und September können sich bei schweren Gewittern weiterhin gefährliche Windhosen bilden.

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DWD warnt vor Gewittern

Am frühren Dienstagmorgen zogen Gewitter mit Donner und Blitzen über den Norden der Bundesrepulik. Heftiger Regen prasselte hernieder. In Hamburg stiegen die Temperaturen in den Nachmittagsstunden dann auf bis zu 30 Grad Celsius. Das Unwetter über der Freien und Hansestadt ließ einen Baum umstürzen. Eine siebenköpfige Familie wurde in ihrem Auto verletzt. Eine Person erlitt dabei mittelschwere Verletzungen.

In Nordrhein-Westfalen kam es durch umgestürzte Bäume zu erheblichen Einschränkungen im Bahnverkehr. So mussten Fahrgäste eines ICE bei Schwelm stundenlang ausharren, nachdem ein Baum auf die Oberleitung gefallen war. Erneut haben Teile der Bundesrepublik mit Extremwetter zu kämpfen. Extreme Hitze, extreme Niederschläge.

Auch andernorts in Deutschland musste sich die Bevölkerung am Dienstag auf teils schwere Gewitter und eine erhebliche Hitzeblastung gefasst machen. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) wurde die stärkste Gewitteraktivität im Südwesten erwartet. Lokal bestand Unwettergefahr. In der Prognose des DWD war auch von Starkregen mit mehr als 25 Litern pro Quadratmehter die Rede, mit Hagel, Sturm- und Orkanböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde.

Gewitterwolken über Travemünde am 20. Juni 2026
Gewitterwolken über Travemünde am 20. Juni 2026 AP Photo

In der Nacht zum Mittwoch sollte sich der Schwerpunkt der Gewitter in die Mitte Deutschlands verlagern, später auch in den Osten und Nordosten. Dort waren weiterhin kräftige Gewitter mit Starkregen und Blitz und Donner zu erwarten. Örtlich wurden über mehrere Stunden hinweg heftiger Starkregen mit mehr als 35 Litern pro Quadratmeter vorhergesagt.

Bisher moderate Tornado-Saison

Doch die Zahl der Gewitter in diesem Jahr insgesamt blieb laut DWD bisher hinter jener der Vorjahre zurück. "Langanhaltende Hochdruck- und Dürrephasen prägen den Sommer 2026 in vielen Landesteilen", so heißt es auf der Internetseite des DWD. Analog habe sich auch die Zahl der Tornados in diesem Jahr in engen Grenzen gehalten.

Bislang sind in diesem Jahr in Deutschland erst 13 Tornados offiziell bestätigt worden. Damit liegt die Zahl deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von rund 49 bestätigten Tornados pro Jahr.

Allerdings ist die Saison noch nicht beendet: Auch im August und September treten in Deutschland regelmäßig Tornados auf, zudem könnten bislang unbestätigte Verdachtsfälle im Nachhinein noch als Tornados eingestuft werden. Dennoch sprechen die aktuellen Daten dafür, dass die Tornadosaison 2026 voraussichtlich deutlich schwächer ausfallen wird als im langjährigen Mittel.

Extreme Hitze bei Beelitz am 13. Juli 2026
Extreme Hitze bei Beelitz am 13. Juli 2026 AP Photo

Ende Julil berichtete ein User auf Facebook von einem Tornado in Glückstadt in Schleswig-Holstein. Dazu wurde ein Video gepostet, dass den Wirbelsturm und sein Ausmaß zeigen soll. Die Polizeidirektion Itzehoe sprach laut geo.de von "massiven Schäden", nach dem Durchzug des Tornados.

Superzelle verwüstet Landstriche in Thüringen

Bereits am Montagabend richtete eine sogenannte Superzelle im thüringischen Thangelstedt erhebliche Schäden an. Ob dabei auch ein Tornado aufgetreten ist, wurde zunächst noch untersucht. Denn es könnte ich auch um eine Fallböe gehandelt haben.

Eine Fallböe, auch Downburst genannt, entsteht durch einen heftigen, nicht rotierenden Abwind, der aus einem Gewitter mit großer Wucht auf den Boden trifft. Ein Tornado hingegen ist eine stark rotierende Luftsäule, die sich aus einer Schauer- oder auch Gewitterzelle bis zum Boden erstreckt. Der Beobachter sieht eine Art Trichter.

Nach derzeitiger Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes und des Tornadoexpertenverbunds Torex sprechen die Indizien jedoch eher für Downbursts – also besonders heftige Fallböen aus Gewittern. Darüber informiert der Freistaat Thüringen in seinem Online-Autritt.

Gegen einen Tornado sprechen nach Angaben der Experten sowohl die Wetterlage als auch fehlende Hinweise in den Radardaten. Eine endgültige Bewertung soll erst nach einer detaillierten Analyse der Schadensbilder erfolgen.

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