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Milliardenschwere Abkommen beim Besuch des VAE-Scheichs in Berlin

Scheich Mohammed bin Zayed al-Nahyan mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Berlin, 10. September 2026
Scheich Mohammed bin Zayed al-Nahyan mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Berlin, 10. September 2026 Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Laura Fleischmann
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Beim Besuch von Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan in Berlin sollen zahlreiche Investitions-, KI- und Energieabkommen unterzeichnet werden. Im Fokus stehen auch Außen-, Sicherheits- und Rüstungspolitik.

Bei seinem Besuch in Berlin planen Scheich Mohammed bin Zayed al-Nahyan aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und die deutsche Bundesregierung heute, milliardenschwere Abkommen zu unterzeichnen. Konkret geht es um Investitions-, KI- und Energieabkommen. Auch Abkommen zur Außen- und Sicherheitspolitik sowie zur Rüstungspolitik liegen auf dem Tisch.

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Im Vorfeld bezeichnete Lana Nusseibeh, Staatsministerin im Außenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate, den Besuch bin Zayed al-Nahyan in Deutschland als "historisch". "Wir stehen davor, unsere Beziehungen zu einer strategischen Partnerschaft auszubauen. Während dieser drei Tage werden voraussichtlich 40 bis 45 Vereinbarungen zwischen Regierungen und Unternehmen unterzeichnet – mit Investitionen in Milliardenhöhe in die deutsche Wirtschaft und, umgekehrt, Chancen für deutsche Unternehmen in den Emiraten", so Nusseibeh zur Zeitung WELT.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes erklärte am Mittwoch vor Journalisten: "Es wird um eine Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen gehen und natürlich dann auch um die Situation im Nahen Osten, das Engagement für Frieden dort und die Stabilität." Bin Zayed al-Nahyan sei auf Einladung des Bundespräsidenten in Berlin.

Deutsche Exporte in Höhe von 11,4 Milliarden Euro

Für Deutschland sind die Emirate am Golf wichtiger Handelspartner. Im Jahr 2025 lag das bilaterale Handelsvolumen bei 13,3 Milliarden Euro, so die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK). Seit 2020 seien die deutschen Exporte dorthin um 66 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro gestiegen. Die deutschen Importe aus den Emiraten lagen bei etwa zwei Milliarden Euro.

DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier erklärt: "Die Golfregion gehört zu den strategisch wichtigsten Wirtschafts- und Energieregionen der Welt. Die Spannungen rund um die Straße von Hormus führen uns erneut vor Augen, wie eng Energieversorgung, internationale Handelswege und globale Lieferketten miteinander verflochten sind", so Treier. Gerade in geopolitisch unsicheren Zeiten zahle sich wirtschaftliche Nähe zu stabilen Handelspartnern aus. "Ein Abkommen mit den VAE wäre dafür ein wichtiger Baustein."

Auch auf europäischer Ebene fordert die DIHK, neue Handelsgespräche mit den Staaten des Golfkooperationsrats (GCC) voranzutreiben. Zum GCC gehören Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.

In Berlin wurde bin Zayed al-Nahyan zuerst von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit militärischen Ehren empfangen. Am Nachmittag trifft er Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Kanzleramt. Am Freitag geht es für bin Zayed al-Nahyan nach München.

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