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Tech-Mahindra-Chef: Bei KI weniger Angst vor Jobverlust, mehr Fokus auf Chancen

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Von Laura Buckwell
Zuerst veröffentlicht am
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Am Rande des World Governments Summit in Dubai erklärte Tech-Mahindra-Chef Mohit Joshi Euronews, wie KI Kunden verändert, das heutige Narrativ prägt und welches Potenzial im historischen Freihandelsabkommen zwischen Großbritannien und Indien steckt.

Künstliche Intelligenz (KI) stellt Branchen in einem bislang unbekannten Tempo auf den Kopf. IT-Verantwortliche versuchen, Innovationen schnell hochzufahren und die nächste Generation digitaler Infrastruktur aufzubauen. Zu den Treibern dieser KI-Transformation gehört auch Tech Mahindra.

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Das IT-Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen entstand Ende der achtziger Jahre unter dem Namen Mahindra British Telecom, einem Gemeinschaftsunternehmen der Mahindra Group und der British Telecom Group.

Rund 40 Jahre später beschäftigt der Konzern in Europa mehr als 17.000 Mitarbeitende vor Ort. Dieser Markt machtnach Angaben von Vorstandschef Mohit Joshi „zwischen 25 Prozent und 30 Prozent unseres Umsatzes“ aus.

Am Rande des World Governments Summit sprach Joshi über die möglichen Folgen des historischen Freihandelsabkommens zwischen dem Vereinigten Königreich und Indien. Er bezeichnete es als „Win-win-Situation“.

„Daswird eine starke Partnerschaft“, sagte er. Europäische Unternehmen könnten viel selbstbewusster Fachkräfte aus Indien einsetzen und mit indischen Firmen zusammenarbeiten.

„In Europa entsteht ein sehr bedeutender Markt für Landmaschinen, Autos sowie Ingenieursprodukte und -dienstleistungen. Ich sehe darin wirklich eine Win-win-Situation zwischen zwei Regionen, die sehr ähnliche demokratische Grundsätze und ein ähnliches Verständnis offener Gesellschaften haben“, sagte er.

Joshi verwies auch auf das enorme Wachstumspotenzial in den Staaten des Golf-Kooperationsrats. „Wir sehen in diesem Markt deutlich zweistellige Wachstumsraten, und das quer durch die Branchen“, sagte er.

Im Gespräch ging Joshi auch auf eine im Jahr 2025 veröffentlichte MIT-Studie ein, die die Realität bei der Einführung von KI beleuchtet. Demnach brachten 95 Prozent der Pilotprojekte zu generativer KI in Unternehmen keinen messbaren Return on Investment.

Für Joshi liegt das an den gewählten Anwendungsfällen, an der Datenqualität und an den Risiken beim Übergang in den produktiven Betrieb.

„Viele Pilotprojekte sind gescheitert, weil es nie ein tragfähiges Szenario für den Schritt in die Produktion gab. Die Menschen sind viel nervöser geworden, wenn es darum geht, etwas tatsächlich produktiv zu nutzen, sagte er.

Joshi fügte hinzu: „Wenn Lösungen in den produktiven Einsatz gehen, muss die Datenqualität stimmen. Die Cybersicherheit muss gewährleistet sein, ebenso klare Leitplanken, damit es nicht zu Verzerrungen oder einem Abgleiten der Modelle kommt.“

Außerdem müsse sich aus seiner Sicht die Debatte über KI verändern – weg vom Fokus auf Jobverluste, hin zu neuen Möglichkeiten für Beschäftigte.

„Ein Großteil der Diskussion drehte sich um den Abbau von Arbeitsplätzen. Ich halte diese Darstellung für stark überzogen“, sagte er.

„Für unsere Branche, die beim Thema KI wirklich an der Spitze steht, wird das einen wichtigen Rückenwind bringen. Großunternehmen werden deutlich mehr in Technologie investieren_._ Jeder einzelne Technologiesprung hat bisher neue Arbeitsplätze geschaffen“, sagte er.

Die meisten Anwendungen im vergangenen Jahr zielten laut Joshi darauf ab, das Kundenerlebnis zu verändern,doch künftig werde der Schwerpunktviel stärker auf umsatzorientierten Einsatzszenarien liegen.

„Die Frage lautet: Wie nutzen wir KI, damit Unternehmen ihren Umsatz stärker steigern können?“, sagte er.

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