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Deal mit Visa: ChatGPT kauft jetzt eigenständig für Nutzer ein

ARCHIV: Mehrere Visa- und Mastercard-Kreditkarten in Buffalo Grove (Illinois), Donnerstag, den achten Februar 2024. (AP Photo/Nam Y. Huh, Archiv)
ARCHIV: Mehrere Kreditkarten von Visa und Mastercard in Buffalo Grove, Illinois, am Donnerstag, 8. Februar 2024. (AP Photo/Nam Y. Huh, Archiv) Copyright  AP Photo
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Von Una Hajdari mit AP
Zuerst veröffentlicht am
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Visa bindet sein Zahlungsnetz direkt in ChatGPT ein. Der Chatbot kann nun selbstständig für Nutzer einkaufen und Bestellungen abschließen.

Der Zahlungsriese Visa hat sein Netzwerk in ChatGPT eingebunden. Damit kann der Chatbot im Namen der Nutzer eigenständig einkaufen und Zahlungen abschließen. Der Schritt steht für eine deutliche Ausweitung des KI-gestützten Handels.

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Durch die Kooperation können KI-Agenten nicht nur Produkte empfehlen, sondern Einkäufe bei allen Händlern abschließen, die Visa akzeptieren. Frühere Versuche mit ähnlicher Technik beschränkten sich meist auf einen einzelnen Händler oder eine kleine Gruppe angebundener Shops.

OpenAI steuert die Technologie bei, mit der die Agenten über ChatGPT interagieren, Entscheidungen treffen und Einkäufe anstoßen. Visa, das außerhalb Chinas größte Zahlungsnetzwerk der Welt, übernimmt die Zahlungsfreigabe und die Betrugsüberwachung.

„Wenn KI-Agenten zu aktiven Teilnehmern der Wirtschaft werden, liegt unser Fokus darauf, dass Zahlungen vertrauenswürdig, sicher und reibungslos ablaufen“, sagte Jack Forestell, Produkt- und Strategiechef des Konzerns.

Wie funktioniert das?

Bei einer Firmenveranstaltung in San Francisco am Mittwoch nannte Forestell ein Beispiel: Eine Kundin bittet ChatGPT, kabellose Kopfhörer für unter 150 Dollar (136 Euro) zu finden. Der Chatbot sucht ein passendes Modell und kauft es im Namen der Person.

Nutzerinnen und Nutzer verknüpfen dafür ihre Visa-Karten mit ChatGPT. Schutzmechanismen wie Ausgabelimits, Pflichtfreigaben und Listen zugelassener Händler sollen Verbraucher schützen und Betrug begrenzen.

Streitfälle behandelt Visa nach den gleichen Regeln wie sonst auch, erklärte Forestell. Das Unternehmen prüft etwa, ob die Kundschaft den Kauf wirklich beabsichtigt hat und ob der Händler korrekt abgerechnet hat.

Für OpenAI ist es nicht der erste Vorstoß in den Onlinehandel. Ende vergangenen Jahres startete das Unternehmen „Instant Checkout“, mit dem ChatGPT gezielt nach bestimmten Produkten im Netz suchen konnte. Die Funktion war jedoch fehleranfällig, viele Händler lehnten die vierprozentige Transaktionsgebühr ab. Im März nahm OpenAI das Angebot wieder vom Markt.

Zu den finanziellen Konditionen der neuen Kooperation machten Visa und OpenAI keine Angaben, ebenso wenig zu möglichen Gebühren für Händler oder Kundschaft.

Vertrauen Menschen der Technik?

Forestell räumte ein, dass es dauern wird, bis Verbraucher KI-Agenten ihre Einkäufe komplett anvertrauen. Er rechnet damit, dass anfangs die meisten Transaktionen noch eine Bestätigung durch Menschen brauchen und die Agenten vor einem Kauf Benachrichtigungen schicken.

„Ich glaube, wir sind inzwischen an einem Punkt, an dem sich die meisten Leute mit den Shopping-Funktionen sehr wohl fühlen“, sagte er. Der Schritt hin zu voll autonomen Käufen erfordere jedoch „ein völlig anderes Vertrauensniveau“.

Visas größter Rivale Mastercard entwickelt ebenfalls eigene KI-Funktionen fürs Einkaufen, allerdings in kleinerem Umfang.

Das Angebot richtet sich an Unternehmen statt an Endkunden. KI-Agenten können zum Beispiel Werbedienstleistungen im Namen einer Firma einkaufen.

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