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NASA schickt Rettungsroboter ins All, um Absturz von Weltraumteleskop zu verhindern

Dieses von der NASA veröffentlichte Foto zeigt Kieran Wilson und Hunter Robertson im Goddard-Zentrum in Greenbelt, Maryland, am 17. April 2026.
Dieses NASA-Foto zeigt Kieran Wilson und den Raumfahrtsystemingenieur Hunter Robertson im Goddard Space Flight Center in Greenbelt, Maryland, am 17. April 2026. Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Una Hajdari mit AP
Zuerst veröffentlicht am
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Die Raumsonde Swift umkreist die Erde seit 21 Jahren. Ohne eine in nur neun Monaten geplante Rettungsmission würde sie bis Oktober verglühen.

Ein Rettungsraumschiff ist in die Erdumlaufbahn gestartet. Es soll ein NASA-Teleskop davor bewahren, unkontrolliert auf die Erde zurückzustürzen.

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Der dreiarmige Roboter namens Link startete am Freitag von den Marshallinseln. Er braucht rund einen Monat bis zu seinem Ziel, dem Neil Gehrels Swift Observatory, einem Weltraumteleskop, das seit 2004 die Erde umkreist.

Swift verliert seine Flughöhe schneller als erwartet. Die jüngere Sonnenaktivität hat die äußere Atmosphäre der Erde aufgeheizt und ausgedehnt. Dadurch entsteht zusätzlicher Luftwiderstand, der das Teleskop langsam nach unten zieht. Der NASA bleibt nur wenig Zeit, um es zu retten.

Die Raumfahrtbehörde zahlt 30 Millionen Dollar (27 Millionen Euro) an das Luft- und Raumfahrt-Startup Katalyst Space Technologies. Link soll Swift einholen und wieder in eine sichere Umlaufbahn anheben. Dort kann das Teleskop weiter einige der gewaltigsten Ereignisse im Universum beobachten, etwa Gammablitze und explodierende Sterne.

Link erreichte den Orbit, nachdem eine Pegasus-XL-Rakete von Northrop Grumman bei ihrem letzten Flug aus dem Bauch eines umgebauten Flugzeugs ausgeklinkt wurde. Die Rakete zündete dann über dem Pazifik.

Wenn alles nach Plan läuft, könnte Swift bis September wieder im Einsatz sein. Bis dahin pausieren die Beobachtungen, um den Sinkflug zu bremsen.

Swift kreist derzeit in 360 Kilometern Höhe über der Erde. Das Teleskop muss um weitere 240 Kilometer angehoben werden, um eine sichere Umlaufbahn zu erreichen. Die Triebwerke von Link werden schrittweise zünden, um das in die Jahre gekommene Raumschiff nicht zu ruckartig zu bewegen.

Die Mission wurde in nur neun Monaten auf die Beine gestellt. Ohne diesen Schub wäre Swift nach Berechnungen bis Oktober wieder in die Atmosphäre eingetreten. Dann wäre das Teleskop zu tief gefallen, um es noch retten zu können.

Auch das Hubble-Weltraumteleskop der NASA könnte in den kommenden Jahren ein ähnliches Schicksal ereilen. Mit zunehmender Sonnenaktivität verliert auch Hubble an Höhe.

Schlechtes Wetter und technische Probleme führten vor dem Start am Freitag zu einer ganzen Reihe von Verzögerungen.

"Das ist eine Mission mit hohem Risiko und großem möglichen Nutzen", sagte Katalyst-Chef Ghonhee Lee.

"Die größte Gefahr war immer, dass wir gar nicht starten und Swift in der Atmosphäre verglüht", erklärte er. "Genau dieses Risiko wollten wir vermeiden – und unser Team hat das geschafft."

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