Meta investiert über 9,1 Milliarden Dollar in ein neues KI-Rechenzentrum in Alberta, Kanada – das größte außerhalb der USA – mit eigenem Erdgas-Kraftwerk.
Der Facebook- und Instagram-Konzern Meta will nach eigenen Angaben mehr als 9,1 Milliarden Dollar (8,4 Milliarden Euro) investieren. In Kanada entsteht dort das erste Rechenzentrum für künstliche Intelligenz des Unternehmens – zugleich das größte außerhalb der USA.
Der Standort liegt im Bezirk Sturgeon County in der Provinz Alberta. Die Anlage soll von einem Gaskraftwerk versorgt werden, das ein Konsortium um den in Calgary ansässigen Konzern Pembina Pipeline Ltd. entwickelt.
Albertas Minister für Technologie und Innovation, Nate Glubish, sprach von einem „großen Gewinn für Alberta“. Die Provinz habe einen Rechtsrahmen geschaffen, um Investitionen in Rechenzentren anzuziehen.
Alberta wirbt seit Längerem um große Hyperscale-Rechenzentren, weil die Nachfrage nach Infrastruktur für künstliche Intelligenz stark steigt.
Der rasante Ausbau von KI schürt jedoch Sorgen. Kritiker verweisen auf den enormen Strom- und Wasserbedarf solcher Anlagen und auf die Belastung für Energienetze und umliegende Gemeinden.
Das Stromnetz von Alberta kann mehrere große KI-Rechenzentren nicht gleichzeitig tragen. Deshalb bevorzugt die Provinz Projekte, die eigene Stromkapazitäten aufbauen oder sichern – so wie es Meta plant.
Meta kündigte an, das Rechenzentrum mit einem geschlossenen Kühlsystem zu betreiben, das kein Wasser aus der Umgebung entnimmt. Zudem will der Konzern 42 Millionen Dollar (37 Millionen Euro) in die lokale Infrastruktur investieren, etwa in Straßen und Wasserversorgung.
Schon vergangene Woche hatten Pembina Pipeline, Morgan Stanley Infrastructure Partners und Kineticor Asset Management bekanntgegeben, dass sie das Projekt Greenlight Electricity Centre in Sturgeon County vorantreiben.
Am Mittwoch nannten die Projektpartner Meta als Abnehmer. Das Kraftwerk mit einer Leistung von 932 Megawatt soll in der zweiten Jahreshälfte 2030 in Betrieb gehen.