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Spanien vorn bei Quantencomputing: Chips „made in Spain“ aus Barcelona

Neue Quanten-Nanofertigung im Reinraum des IMB-CNM stärkt Spaniens Fähigkeit zur Entwicklung moderner Halbleiter.
Die neue Quanten-Nanofabrikationsfläche im Reinraum des IMB-CNM stärkt Spaniens Fähigkeit zur Entwicklung moderner Halbleiter. Copyright  CSIC Comunicación
Copyright CSIC Comunicación
Von Marina Neila
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Der neue Bereich des IMB-CNM verfügt über modernste Anlagen für die Produktion nanometergroßer Bauteile und wurde mit über sechs Millionen Euro finanziert.

Der Consejo Superior de Investigaciones Científicas (CSIC) hat in Barcelona die neue Area de Nanofabricación Cuántica in der Sala Blanca, dem Reinraum des Instituto de Microelectrónica de Barcelona (IMB-CNM), eröffnet. Sie gilt als größte Forschungsinfrastruktur dieser Art in Spanien.

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In dem neuen Bereich lassen sich Bauteile und Schaltkreise im Nanomaßstab herstellen und untersuchen. Sie dienen der Entwicklung von Quantentechnologien und fortgeschrittener Mikroelektronik.

Für die Anlage flossen eine Investition von mehr als sechs Millionen Euro. Die Finanzierung stammt aus dem PERTE Chip und dem Plan Complementario de Comunicaciones Cuánticas sowie aus europäischen NextGenerationEU-Mitteln.

Das Areal umfasst Ausstattung auf dem neuesten Stand der Technik. Hervor sticht das fortschrittlichste Elektronenstrahl-Lithografiesystem Spaniens. Hinzu kommen Mikroskope und Messgeräte, die Strukturen mit Nanometer-Abmessungen prüfen können.

Die Geräte stehen Forschenden und Unternehmen offen. Sie sollen das Design, die Fertigung und die Prototypenentwicklung von Technologien voranbringen, die in Bereichen wie Quantencomputing und -kommunikation, Gesundheit, Energie und Sicherheit eingesetzt werden.

Mit dieser neuen Infrastruktur will das CSIC die spanischen Fähigkeiten bei Halbleitern und Quantentechnologien stärken und den Schritt von der Forschung zur industriellen Entwicklung erleichtern.

Die Initiative fügt sich in die Strategie des CSIC ein, seine Position im Quantenbereich zu festigen. Dazu gehört auch die Gründung des Centro de Ciencia y Tecnologías Cuánticas QuARC-CSIC.

Neues Zentrum bündelt Quanten-Talent

Der Consejo Superior de Investigaciones Científicas (CSIC), der dem Ministerium für Wissenschaft, Innovation und Universitäten untersteht, kündigt die Gründung des Centro de Ciencia y Tecnologías Cuánticas QuARC-CSIC (Quantum Advanced Research Center) an. Das neue Zentrum bringt Forschungsgruppen aus verschiedenen CSIC-Instituten zusammen. Es soll Spitzenforschung fördern, Fachkräfte anziehen, neue Arbeitsfelder eröffnen und die Zusammenarbeit mit anderen Gruppen im In- und Ausland stärken.

Die CSIC-Präsidentin Eloísa del Pino stellte die „Estrategia de Ciencia y Tecnologías Cuánticas“ vor. Dieses langfristige Planungspapier trägt die Gründung des neuen Zentrums. Del Pino betonte, dass sich die Quantenforschung weltweit rasant entwickelt. Strategische Investitionen in Europa, den Vereinigten Staaten und China formen ein zunehmend wettbewerbsorientiertes Ökosystem. Aus diesem Grund plädierte sie für ein neues Organisationsmodell, mit dem das CSIC eine langfristige Strategie verfolgen und das spanische Quantenökosystem stärken kann.

Nach den Worten der Präsidentin bietet QuARC-CSIC die Chance, eine stabile, landesweit führende Struktur zu schaffen, die sich ausschließlich diesem Feld widmet. Die Institution bereitet sich damit auf die von ihr so genannte „dritte Quantenrevolution“ vor: den Übergang von Laborversuchen zur Integration dieser Technologien in Industrie und Gesellschaft.

Madrider Sitz für Physik, Informatik, Mathematik, Ingenieurwesen und Chemie

Das neue Zentrum bündelt die Quantenkompetenzen, die es beim CSIC bereits gibt. Die Forschungslinien decken Physik, Informatik, Mathematik, Ingenieurwesen und Chemie ab. Es verfügt über einen Sitz in Madrid, in den ehemaligen Räumen des Instituto Cajal, die heute zum Centro de Neurociencias Cajal gehören.

Die Standortwahl hängt mit der Dichte exzellenter Quantenforschungsgruppen des CSIC in der Autonomen Gemeinschaft Madrid zusammen: Dort arbeiten 13 Forschungsgruppen an zehn Instituten. So lassen sich vorhandene Kapazitäten bündeln und günstige Rahmenbedingungen für die Interaktion zwischen Forschenden schaffen.

Das Zentrum wächst zudem durch die Einstellung neuen Personals. In bereits laufenden Auswahlverfahren sind mehrere Stellen für dieses Fachgebiet vorgesehen, und es wird als Kern für Forschung, Ausbildung und Kooperation mit anderen Einrichtungen fungieren.

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