Von Kulturinstitutionen bis zu Food-Festivals: Diese Auswahl macht 2026 Lust aufs Reisen und zeigt, wofür sich die Reise wirklich lohnt.
Ikonische Monumente und berühmte Sehenswürdigkeiten sorgen dafür, dass manche Reiseziele zeitlos beliebt sind.
Doch Overtourism bleibt ein Problem. 2026 lohnt es sich, Ziele ins Auge zu fassen, die Sie bisher übersehen haben.
Ein einfacher Ansatz: nach neuen Eröffnungen, Attraktionen und Veranstaltungen überall in Europa schauen.
Von Kulturinstitutionen bis zu kulinarischen Festivals: Das lohnt sich 2026.
Reisen Sie nach Finnland und in die Slowakei zu den Europäischen Kulturhauptstädten
Zwei Städte tragen 2026 den Titel Europäische Kulturhauptstadt: Oulu in Finnland und Trenčín in der Slowakei.
Das Eröffnungsfestival in Oulu steigt vom 16. bis 18. Januar. Auf dem Programm stehen Konzerte, Car-Tuning und der finnische Nationalsport Eishockey.
Das Jahresmotto der Stadt lautet „Cultural Climate Change“. Es zeigt, wie Tradition und Kunst Menschen wieder mit ihrer natürlichen Umwelt verbinden können.
Die feierliche Eröffnung in Trenčín findet vom 13. bis 15. Februar statt. Die Altstadt verwandelt sich dann in eine Freiluftbühne für Musik, Kunst und Begegnungen.
Das Jahresmotto lautet „Cultivating Curiosity“. Kulturelle Projekte sollen die Stadt beleben und den sozialen Zusammenhalt stärken.
Besuchen Sie Brüssel für das belgische Pompidou-Zentrum
Brüssel gilt vor allem als Stadt von Wirtschaft und Bürokratie. 2026 startet die Hauptstadt eine kulturelle Renaissance.
Ende November eröffnet das KANAL-Centre Pompidou in einem 90 Jahre alten modernistischen Gebäude, das einst Garage und Showroom von Citroën war.
Brüssel, oft mit Wirtschaft und Bürokratie verbunden, startet 2026 eine kulturelle Renaissance.Brüssel, oft mit Wirtschaft und Bürokratie verbunden, startet 2026 eine kulturelle Renaissance.
Der Bau wird so renoviert, dass er zum ersten Museum für moderne und zeitgenössische Kunst der belgischen Hauptstadt wird. Dahinter steht eine Partnerschaft der KANAL Foundation mit dem Pariser Centre Pompidou.
Neben Werken des Pariser Hauses und der eigenen Sammlung will das KANAL-Centre Pompidou ein lebendiges Kulturzentrum sein und Konzerte, Tanz- und Theateraufführungen zeigen.
Dazu kommen ein Restaurant mit Blick in die Ausstellungssäle und eine Dachbar.
Auf nach Helsinki für die Mumin-Manie
Das Helsinki Art Museum widmet der beliebten finnischen Künstlerin Tove Jansson, der Schöpferin der Mumins, in diesem Jahr einen eigenen Bereich.
Die neue Galerie umfasst drei Ausstellungssäle rund um ihre Fresken „Party in the Countryside“ und „Party in the City“. Sie zeigt Jansson als Künstlerin aus Helsinki und als internationale Größe.
Die Eröffnungsschau (13. Februar 2026 bis 24. Januar 2027) beleuchtet das Schaffen der gesamten Familie Jansson, ihre Porträts voneinander und ihre gemeinsamen Werke.
Neue Kunstwerke in Valencia entdecken
Die Region Valencia ist Vorreiterin für nachhaltigen Tourismus und als erste in Spanien von AENOR, der nationalen Normungs- und Zertifizierungsstelle, für ihre Tourismus-Nachhaltigkeitsstrategie 2024–2028 zertifiziert.
Auch in der Stadt Valencia stehen dieses Jahr zwei bedeutende Eröffnungen an.
Der Espai Manolo Valdés, dem gleichnamigen, in Valencia geborenen und noch lebenden Künstler gewidmet, eröffnet Ende 2026 und zeigt neue sowie bislang ungesehene Skulpturen.
Das Sorolla-Museum ehrt einen weiteren Künstler aus Valencia, Joaquín Sorolla. Im Palacio de las Comunicaciones werden 220 Werke gezeigt.
Durch die Europäischen Regionen der Gastronomie schlemmen
Feinschmecker haben 2026 die Wahl zwischen drei Genusszielen, die als Europäische Regionen der Gastronomie ausgezeichnet sind.
Der Titel würdigt Orte, an denen Ernährung mehr ist als Genuss. Sie steht für Gesundheit, Wohlbefinden und die Verbesserung von Lebensqualität und Umwelt.
Kreta, die griechische Insel, auf der Olivenöl als Heilmittel gilt, feiert im Juli 2026 in der von einer venezianischen Festung gekrönten Stadt Rethymnon ein einwöchiges Festival der kretischen Ernährung.
Gozo, die Schwesterinsel Maltas und eine weitere kulinarische Hochburg des Mittelmeers, wurde für ihre vom Hof auf den Tisch reichenden Traditionen und ihr ethisches Tourismusmodell ausgezeichnet.
Kreta, die griechische Insel, auf der Olivenöl als Heilmittel gilt, feiert mit einem einwöchigen Festival der kretischen ErnährungKreta, die griechische Insel, auf der Olivenöl als Heilmittel gilt, feiert mit einem einwöchigen Festival der kretischen Ernährung
Genießen Sie Spezialitäten wie Ġbejniet (traditionelle Käsehäppchen aus Schafsmilch), Gozitan Ftira (ein pizzagleiches Sauerteigbrot), Feigentorte und sonnengetrocknete Tomaten.
Kvarner in Kroatien komplettiert das Trio. In der Übergangsregion, wo Mittelmeer- und voralpine Klimate aufeinandertreffen, spiegelt sich die große Biodiversität in einer Fülle lokaler Zutaten und einer Vielfalt saisonaler Gerichte wider.
An einem Tag kann man mit den berühmten Kvarner-Scampi starten und mit Wild aus den Bergen, Pilzen und Waldbeeren enden.
Entlang eines neuen Pfads die gesamte Küste Englands erwandern
Wild und vom Wind geformt: Englands Küste zählt zu den eindrucksvollsten Wanderzielen der Welt.
2026 wird ein epischer Weg, der King Charles III Coastal Path, voraussichtlich endlich fertig.
Die Route folgt der gesamten englischen Küste: 4.303 Kilometer Klippen, Landspitzen, Strände, Seebäder, Nationalparks und mehr.
Die meisten Abschnitte sind bereits geöffnet. Nach der Fertigstellung ist es die längste betreute Küstenroute der Welt.