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Frankreich knackt 2025 Besucherrekord und bleibt meistbesuchtes Reiseland der Welt

Trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs geraten die wichtigsten Reiseziele des Landes durch den Besucherandrang zunehmend unter Druck.
Trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs geraten die beliebtesten Reiseziele des Landes durch die wachsenden Besucherzahlen zunehmend unter Druck. Copyright  Pauline Lu
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Von Rebecca Ann Hughes mit AP
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Trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs geraten die beliebtesten Reiseziele des Landes durch die stetig wachsende Zahl an Gästen zunehmend unter Druck.

Frankreich bleibt das meistbesuchte Land der Welt und hat seinen eigenen Touristenrekord erneut gebrochen.

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Nach offiziellen Angaben kamen 2025 insgesamt 102 Millionen Gäste ins Land.

Schon 2024 hatten die Olympischen Spiele in Paris dafür gesorgt, dass Frankreich erstmals die Marke von 100 Millionen Ankünften erreichte.

Der Boom bringt der Wirtschaft viel Geld, setzt die touristischen Hotspots des Landes aber zunehmend unter Druck.

Frankreich ist das meistbesuchte Land der Welt

Im vergangenen Jahr reisten 102 Millionen internationale Touristinnen und Touristen nach Frankreich. Sie sorgten für 743 Millionen Übernachtungen, teilte das Wirtschaftsministerium am Donnerstag mit. Zwei Drittel (76 Prozent) dieser ausländischen Urlauberinnen und Urlauber kamen aus Europa.

Die Zahl der Übernachtungen in Hotels und anderen gewerblichen Unterkünften stieg im Vergleich zu 2024 um 7,5 Prozent.

Der Besucheransturm sorgte für Rekordeinnahmen im Tourismus von 77,5 Milliarden Euro. Das sind 9 Prozent mehr als 2024 und 37 Prozent mehr als 2019.

Bei der Präsentation der Zahlen bekräftigten Regierungsvertreter das Ziel, bis 2030 jährlich 100 Milliarden Euro mit Tourismus zu erwirtschaften und Frankreich zu einem führenden Reiseziel für nachhaltigen Tourismus zu machen.

Frankreich behält damit seinen Titel als meistbesuchtes Land der Welt. Spanien liegt ihm aber dicht auf den Fersen und verzeichnete 96,8 Millionen ausländische Gäste.

Bei den Einnahmen hat Spanien Frankreich sogar überholt und 2025 rund 105 Milliarden Euro mit Tourismus erzielt.

Gerät Frankreichs Tourismusstrategie ins Wanken?

Frankreich führt seit Jahren die Rangliste der Reiseziele an. Auffällig ist, dass das Land bislang vergleichsweise wenig Probleme mit Übertourismus hatte.

In Spanien dagegen kam es zuletzt in vielen Regionen zu Protesten. Dort machen Anwohner die hohen Besucherzahlen für steigende Lebenshaltungskosten, Verdrängung durch Gentrifizierung und schlechtes Verhalten mancher Gäste verantwortlich.

Dass Frankreich den Übertourismus bisher weitgehend in Schach halten konnte, gilt als Erfolg einer vorausschauenden Strategie, die schon vor Jahren beschlossen wurde. Eine wichtige Rolle spielt auch die große regionale und saisonale Vielfalt des Landes.

Doch selbst diese sorgfältige Planung scheint an ihre Grenzen zu stoßen.

Bewohnerinnen und Bewohner von Montmartre, einem der beliebtesten Viertel von Paris, haben im vergangenen Sommer protestiert. Sie beklagen eine „Disneyfizierung“ des einst bohèmehaften Stadtteils.

Die Basilika Sacré-Cœur zieht inzwischen bis zu elf Millionen Menschen pro Jahr an und übertrifft damit sogar den Eiffelturm. Der Alltag im Viertel wird zunehmend von Tuk-Tuks, Reisegruppen, Fotoschlangen und Kurzzeitvermietungen geprägt.

Schon 2023 hatte Tourismusministerin Olivia Grégoire vor einem nationalen Handlungsbedarf gewarnt. Man müsse die Besucherströme an überlasteten Sehenswürdigkeiten wie der Gezeiteninsel Mont Saint Michel dringend besser steuern, sagte sie damals.

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