Der Flughafen in Qaqortoq löst Narsarsuaq, rund sechzig Kilometer entfernt, als wichtigstes Einfallstor ab und verkürzt die Reisezeit in Südgrönlands Drehkreuz deutlich.
In Qaqortoq hat ein neuer Flughafen eröffnet. Er verschafft internationalen Reisenden erstmals direkten Zugang zur wichtigsten Stadt Südgrönlands.
Damit öffnet sich eine der vielfältigsten und zugleich am wenigsten besuchten Regionen der Arktis.
„Südgrönland bietet eine seltene Kombination aus überwältigender Natur und einer lebendigen Kultur, die sich über Generationen entwickelt hat“, sagt Visit-Greenland-Direktorin Anne Nivika Grødem.
„Die bessere Erreichbarkeit ermöglicht es uns, Gäste bewusster zu empfangen. Wir möchten neugieriges Reisen fördern, dauerhafte Werte für die lokalen Gemeinschaften schaffen und unseren Gästen noch eindrücklichere Erlebnisse bieten.“
Südgrönlands Fjorde und fruchtbare Täler entdecken
Bislang war Qaqortoq nur per Hubschrauber oder Schiff erreichbar. Nun dient die Stadt als zentrales Tor in den Süden, mit ganzjährigen Flügen aus der grönländischen Hauptstadt Nuuk und saisonalen Verbindungen aus Island.
Der Flughafen ersetzt Narsarsuaq, rund sechzig Kilometer entfernt, als wichtigsten Zugangspunkt und verkürzt die Reisezeit zum südlichen Drehkreuz Grönlands deutlich.
Der Süden von Grönland ist bekannt für grüne Weiden, Schafzucht und wilde Natur. Die Region bietet Fjorde, fruchtbare Täler und eine reiche Kulturlandschaft, geprägt von Inuit-Gemeinschaften und nordischen Siedlern seit der Zeit Erik des Roten vor mehr als tausend Jahren.
Die bessere Erreichbarkeit erschließt auch Gebiete wie den Tasermiut-Fjord, eine Landschaft mit dramatischen Gipfeln, die oft als „Patagonien Grönlands“ bezeichnet wird.
Flugverbindungen von Qaqortoq nach Nuuk und Keflavík
Die Eröffnung ist Teil eines umfassenden Ausbaus des grönländischen Luftverkehrsnetzes. Nach dem neuen Flughafen in Nuuk folgt später in diesem Jahr noch ein Neubau in Ilulissat. So wird Grönland als Reiseziel mit mehreren Stationen immer besser erreichbar.
Air Greenland rechnet ganzjährig mit rund zwei täglichen Flügen zwischen Nuuk und Qaqortoq, im Sommer mit bis zu siebzehn Umläufen pro Woche. Icelandair plant im Sommer vier wöchentliche Flüge zwischen Keflavík und Qaqortoq.
Die bessere Anbindung aus der Luft soll den Ganzjahrestourismus stärken. Das gilt als wichtiger Hebel, um lokale Unternehmen zu unterstützen, Reisezeiten zu verkürzen und zu einer ausgewogeneren Entwicklung in ganz Grönland beizutragen.
„Mit der Eröffnung des Flughafens Qaqortoq machen wir einen wichtigen Schritt für die Entwicklung Südgrönlands“, sagt Jens Lauridsen, Geschäftsführer von Greenland Airports.
„Wir sind stolz, zur Weiterentwicklung der Infrastruktur Grönlands beizutragen, und sind gespannt, wie sich die neuen Möglichkeiten in konkretes Wachstum übersetzen.“