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Tierurlaub: neue Big Five, die Reisende sehen wollen

Koalas zählen zu den begehrtesten Wildtieren für Naturbeobachter.
Koalas gehören zu den Tieren, die man in freier Wildbahn am liebsten beobachten möchte. Copyright  Bob Walker/Unsplash
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Von Saskia O'Donoghue
Zuerst veröffentlicht am
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Vergessen Sie Safaris: Eine neue Big Five wartet in der Wildnis. Von Pandas und Kängurus bis zu Walen und Koalas suchen Reisende heute nach anderen Tierbegegnungen.

Seit Generationen gilt es als das höchste der Gefühle, auf Reisen einen Löwen, Leoparden oder Elefanten in freier Wildbahn zu sehen.

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Neue Forschungsergebnisse zeigen jedoch: Die Reiseträume haben sich verändert. Viele Menschen wünschen sich inzwischen eine andere Art von „Big Five“ – statt Großkatzen stehen Bambuswälder, Walbeobachtung und Australiens berühmte Beuteltiere hoch im Kurs.

Eine Studie des Reiseveranstalters Explore (Quelle auf Englisch) zeigt, dass die klassischen „Big Five“ – Löwen, Leoparden, Nashörner, Elefanten und Büffel – zwar weiterhin auf vielen Wunschlisten stehen, aber zunehmend andere Tiere die Reisenden anziehen, abseits der traditionellen Safari.

Explore befragte 2.400 Menschen in zwölf Ländern und wertete Google-Suchanfragen der vergangenen zwölf Monate aus.

Die Untersuchung ergab, dass die Bedeutung von Tierbeobachtung auf Reisen deutlich gestiegen ist: Suchanfragen nach „wildlife holidays“ haben um 211 Prozent zugelegt. Weltweit gaben 72 Prozent der Befragten an, dass Tierwelt bei der Wahl des Reiseziels zumindest eine eher wichtige Rolle spielt.

Die Auswertung zeigt auch: Australien ist mit Abstand das beliebteste Ziel für Tierfans. 38 Prozent der Befragten setzen den Kontinent ganz oben auf ihre Liste. Südafrika folgt mit elf Prozent auf Platz zwei, Kenia mit neun Prozent auf Platz drei. Komplettiert wird die Top fünf von Kanada und China mit jeweils sieben beziehungsweise sechs Prozent.

Das sind die neuen Big Five – und wo man sie beobachten kann.

Pandas

Der Große Panda aus den Bergregionen Chinas führt die neue Liste an: 41 Prozent der Befragten möchten ihn besonders gerne in freier Wildbahn sehen.

Die schwarz-weißen Bären leben in dichten Bambuswäldern in den Provinzen Gansu, Shaanxi und Sichuan. Sie sind berüchtigt schwer zu entdecken – gerade das macht eine kurze Sichtung so reizvoll.

Die Art war einst als stark gefährdet eingestuft. Heute führt die Weltnaturschutzunion sie noch immer als gefährdet. Wer einen Panda in der Natur beobachtet, erlebt daher etwas besonders Seltenes.

Gute Chancen bietet die Chengdu Research Base, Chinas wichtigstes Zuchtzentrum für Pandas, oder das Wolong National Nature Reserve, das größte zusammenhängende Schutzgebiet für wilde Pandas im Land.

Elefanten sind das einzige Tier der klassischen Big Five, das es in diese Rangliste geschafft hat
Elefanten sind das einzige Tier der klassischen Big Five, das es in diese Rangliste geschafft hat Hu Chen/Unsplash

Elefanten

Elefanten sind das einzige Tier der ursprünglichen Big Five, das es auf die neue Liste geschafft hat. 32 Prozent der Befragten möchten sie in freier Wildbahn erleben.

Die gewaltigen Tiere sind in Afrika und Asien heimisch und beeindrucken immer wieder, wenn sie sich in ihrer natürlichen Umgebung zeigen.

Die besten Chancen bietet der Chobe-Nationalpark in Botswana. Dort leben bis zu 120.000 Elefanten – die größte Konzentration weltweit.

In Asien lohnt sich ein Besuch des Udawalawe-Nationalparks in Sri Lanka. Er gilt als Zufluchtsort für verwaiste Elefanten, die dort gepflegt und wieder aufgepäppelt werden.

Kängurus

Wer an Australien denkt, hat meist sofort Kängurus vor Augen. Laut Studie geben 32 Prozent der Befragten an, dass sie diese Tiere am liebsten in freier Wildbahn sehen würden.

Kängurus kommen in vielen Landschaften vor – von Gras- und Buschland bis hin zu Küstenregionen.

Oft springen sie einfach am Straßenrand vorbei. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, besucht das treffend benannte Kangaroo Island vor der Küste von Adelaide oder den Murramarang-Nationalpark in New South Wales, wo sich an den Stränden häufig östliche Graukängurus zeigen.

Koalas

Koalas gehören ebenfalls zu den großen Australien-Träumen: 30 Prozent der Befragten wünschen sich, sie einmal in freier Wildbahn zu sehen.

Die Beuteltiere sind für ihren entspannten Lebensstil bekannt und verschlafen zwischen 18 und 20 Stunden am Tag. Trotzdem sind sie schwer zu entdecken, denn sie verbringen ihr Leben hoch oben in Eukalyptusbäumen.

Für bessere Sichtchancen lohnt sich ein Abstecher nach Kangaroo Island oder in den Küstenort Port Stephens in New South Wales.

Wale

29 Prozent der Befragten möchten Wale in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Geeignete Orte gibt es viele – von Australien über Kanada bis zur Atlantikinsel Madeira.

Da Wale saisonal wandern, gehört ihre Beobachtung zu den am leichtesten erfüllbaren „Once-in-a-lifetime“-Erlebnissen.

Besonders gute Chancen bietet Hermanus in Südafrika, das sich selbst als Welthauptstadt des Whale Watching bezeichnet, oder Mirissa in Sri Lanka, einer der weltweit besten Orte, um Blauwale zu sehen.

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