Die ursprüngliche Entwurfsidee orientierte sich an keiner echten Brücke, doch eine niederländische Stadt beschloss, sie trotzdem Wirklichkeit werden zu lassen.
In den sozialen Netzwerken sorgt die Abstimmung über das neue Design der Eurozonen-Banknoten für viel Gesprächsstoff. Sie wurde vergangene Woche angekündigt.
Nutzerinnen und Nutzer diskutieren leidenschaftlich, welcher der zehn Finalisten ihr Favorit ist. Dadurch geraten die bisherigen Banknoten wieder stärker ins Rampenlicht.
Beim Bezahlen mit Bargeld sind Ihnen die Motive sicher unzählige Male begegnet. Genau hingeschaut haben aber viele vermutlich noch nie.
Im Unterschied zu den Euro-Münzen, deren Vorderseiten je nach Herkunftsland variieren, sind die Euro-Scheine im gesamten Währungsraum identisch.
Auf der Vorderseite jedes Scheins ist ein Fenster oder Portal zu sehen. Es soll laut der Europäischen Zentralbank (Quelle auf Englisch) (EZB) „den europäischen Geist von Offenheit und Zusammenarbeit“ symbolisieren. Die Rückseiten zeigen Brücken, die „die Kommunikation zwischen den Menschen in Europa und zwischen Europa und dem Rest der Welt“ darstellen.
Die Gestalterinnen und Gestalter wählten Stilrichtungen aus unterschiedlichen Epochen der Architekturgeschichte. Der Zehn-Euro-Schein etwa zeigt romanische Formen. Konkrete Bauwerke oder Brücken sollten eigentlich nicht abgebildet werden.
Die niederländische Stadt Spijkenisse hat diese Brücken dennoch in die Realität umgesetzt.
Spijkenisse baut Euro-Banknoten-Brücken
Der niederländische Designer Robin Stam hatte 2011 die Idee, die Brücken von den Banknoten im Originalformat nachzubauen. Gemeinsam mit der Gemeinde realisierte er das Projekt in einem neuen Wohngebiet, berichtet Dezeen (Quelle auf Englisch).
Zwischen 2011 und 2013 wurden die sieben Brücken für die Öffentlichkeit zugänglich. Sie liegen alle in Spijkenisse und sind bequem zu Fuß voneinander zu erreichen.
Spijkenisse ist mit den Linien C und D der Rotterdamer Metro gut erreichbar.