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Studie: Reisende setzen auf kulturelles Eintauchen statt Abenteuer und Luxus

Reisende suchen mehr Authentizität: Sie verändern ihre Reisegewohnheiten und bevorzugen Ziele fernab der Massen
Reisende verändern ihre Art zu reisen: Sie suchen echte Erlebnisse und Ziele fern der Massen. Copyright  Denise Jans/Unsplash
Copyright Denise Jans/Unsplash
Von Fakhriya M. Suleiman
Zuerst veröffentlicht am
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Kulturelles Eintauchen wird für Reisende wichtiger als Luxus und Abenteuer. KI und soziale Medien verändern, wie sie Trips im Ausland finden und gestalten.

Weltweit rückt das Eintauchen in die lokale Kultur an die Spitze der Reiseprioritäten, zeigt die jüngste Studie des Analysehauses Skift.

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Im Bericht Skift State of Travel 2026 (Quelle auf Englisch) untersucht die Plattform, wie sich Reise- und Tourismustrends verändern – und welche Faktoren die Erfahrungen von Reisenden im Ausland prägen.

Die Ergebnisse zeigen: Weltweit steht das kulturelle Eintauchen vor Abenteuer- und Luxusreisen. In Asien zählen 50 % der Befragten zu dieser Gruppe. 32 % setzen auf Abenteuer, 30 % suchen vor allem luxuriöse Erlebnisse.

Ein ähnliches Bild zeigt sich im Nahen Osten und Nordafrika, in Nordamerika und in Europa: Dort werden 42 %, 39 % beziehungsweise 36 % der Reisenden als Kulturreisende eingeordnet.

Skift betont außerdem, dass besonders gefragte Angebote Kultur mit authentischem Luxus, Wellness und Naturerlebnissen verbinden.

Ein genauer Blick auf die Aktivitäten zeigt: 71 % der Befragten geben ihr Geld am liebsten für Essen und kulinarische Erlebnisse aus. Deutlich dahinter folgen Ausgaben für Abenteuer und Natur (48 %), Kunst, Kultur und Geschichte (42 %), Live-Events und Unterhaltung (36 %), Gesundheit und Wellness (36 %) sowie Sport (24 %).

Zugleich erklärt der Bericht das Jahr 2026 zum „Jahr der Intelligenz“ – ein Verweis auf den Vormarsch künstlicher Intelligenz. Laut Studie kennen 62 % der weltweiten Reisenden KI-gestützte Planungstools. Von den einkommensstarken Reisenden, die solche Tools kennen, nutzen 81 % sie bereits zur Planung ihrer Reisen.

Digitale Werkzeuge erleichtern zwar die Reiseplanung, doch laut Skift wächst parallel der Wunsch nach authentischen Erlebnissen im Ausland.

Authentizität gilt im Bericht als „Nordstern“ des Reisens. Entscheidend ist demnach weniger der Ort, sondern konkrete Erlebnisse und ihre emotionale Wirkung. Laut Skift bestimmen Erlebnisse heute die meisten Reiseentscheidungen: 43 % der Befragten geben an, dass sie für sie der wichtigste Teil einer Reise sind.

„Das Verhalten von Reisenden verändert sich. Die Nachfrage nach KI-gestützter Personalisierung steigt, zugleich wächst die Hinwendung zu nachhaltigeren Entscheidungen“, sagte Jean-Jacques Morin, stellvertretender CEO der Hotelgruppe Accor. „Das zeigt sich etwa an der Beliebtheit von ‚Dupe-Destinationen‘ – weniger überlaufenen und günstigeren Alternativen zu bekannten Hotspots – und von ‚Coolcations‘, also Urlauben in kühleren Regionen, um extremer Hitze zu entgehen.“

Soziale Medien: Vom Inspirationstool zur Reiseplanung

Die Studie zeigt zudem, dass soziale Netzwerke sich von bloßen Inspirationsquellen zu vollwertigen Werkzeugen für die Reiseplanung entwickelt haben.

Rund 63 % der Reisenden nutzen soziale Medien, um Ideen und Inspiration für Reiseziele zu sammeln. 56 % suchen dort gezielt nach Erlebnissen, Restaurants oder Aktivitäten. 45 % vergleichen über die Plattformen Hotels und andere Unterkünfte.

Laut Skift dienen sie außerdem dazu, Reisevlogs und Routenvorschläge anzuschauen, Angebote und Rabatte zu finden, Empfehlungen von Reise-Influencern zu verfolgen sowie Bewertungen und andere Inhalte von Nutzerinnen und Nutzern zu lesen oder zu sehen.

Skift verweist zudem auf den von Expedia unterstützten zwölfstündigen Livestream des YouTubers IShowSpeed, der seine Karibikreise nach Dominica, Guadeloupe, St. Kitts & Nevis und St. Maarten begleitete. Rund 400 Millionen Menschen schalteten ein. Unmittelbar danach stiegen die Suchanfragen nach St. Maarten um 70 %, nach Guadeloupe um 50 % und nach Dominica um 35 %.

Doch dieser Trend hat zwei Seiten.

Die Plattformen helfen Reisenden, wenig bekannte Ziele und Angebote zu entdecken. Gleichzeitig kann dieselbe Viralität solche Geheimtipps rasch in den nächsten überfüllten Hotspot verwandeln.

„Soziale Medien haben den Entdeckungszyklus durcheinandergebracht“, heißt es bei Skift. „Die gleichen Plattformen, die einen unbekannten Ort in wenigen Wochen berühmt machen, sorgen innerhalb von Monaten dafür, dass er überstrapaziert wirkt.“

Laut Bericht reagieren „übersättigte Reiseziele“ inzwischen mit Gebühren und Besucherobergrenzen, was dem Image vieler Touristenorte schadet. Immer mehr Reisende weichen daher auf weniger bekannte Alternativen mit besonderen Erlebnissen aus, statt die etablierten Destinationen zu wählen.

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