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AfD-Erfolg: Hier die wichtigsten Zahlen und Statistiken zur Wahl in Sachsen-Anhalt

Die AfD feiert nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
Die AfD feiert nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt Copyright  AP Photo
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Von Kirsten Ripper & Euronews mit AP, ARD
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Die AfD konnte ihr Ergebnis auf mehr als 44 Prozent verdoppeln und vor allem die meisten Nichtwähler für sich mobilisieren, während die CDU in Sachsen-Anhalt dramatisch auf unter 18 Prozent abgestürzt ist. Wir haben weitere Zahlen.

Die "Alternative für Deutschland" (AfD) hat ihr Ergebnis bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit ihrem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund im Vergleich zu 2021 mehr als verdoppelt. 2021hatte sie 20,8 Prozent geholt, 2026 sind es über 44 Prozent. Deutschlandweit ist es das beste Resultat, das die Partei bei einer größeren Wahl jemals erzielt hat.

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Die CDU, die in Sachsen-Anhalt seit 24 Jahren den Ministerpräsidenten gestellt hat, hat im Vergleich zur letzten Landtagswahl die Hälfte ihrer Wähler verloren. Die Christdemokraten sind von 37,1 Prozent 2021 auf jetzt nur noch knapp 18 Prozent abgestürzt. Der amtierende Ministerpräsident Sven Schulze hatte erst im Januar 2026 den langjährigen Landeschef Reiner Haselhoff abgelöst.

Wo kommen die Wähler der AfD her?

Von den Christdemokraten wanderten fast 83.000 Wähler zur AfD, von der FDP 19.000, von den Linken 11.000, von der SPD 7000 und von den Grünen 2.000.

Der NZZ-Redakteur meint, die CDU habe die Enttäuschung der bürgerlichen Wähler unterschätzt.

Den Nachwahl-Befragungen zufolge hat die AfD besonders viele Nichtwähler mobilisieren können. Laut den Experten von dimap waren 56 Prozent der insgesamt 279.000 neuen AfD-Wähler 2021 noch Nichtwähler.

Mit 80,0 Prozent liegt die Wahlbeteiligung in Sachsen-Anhalt besonders hoch und sehr deutlich über den 60,3 Prozent Beteiligung der Landtagswahl 2021.

Nur an das BSW - das im Wahlkampf die Ukraine-Hilfen kritisierte - hat die AfD laut den Meinungsforschern rund 2.000 Wähler verloren.

Wer hat wen gewählt?

Die AfD liegt nach Angaben von dimap in allen befragten Wählergruppen vorn - nämlich bei Rentern, Arbeitern, Angestellten und Selbständigen.

Die Partei mit dem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund hat mit ihrem emotionalen Gute-Laune-Wahlkampf nicht nur in ländlichen Regionen gepunktet, sondern auch in den Städten wie neue Wähler überzeugt. Im Landkreis Magdeburg I wurde die AfD mit 38,8 Prozent der Stimmen stärkste politische Kraft.

Auch bei den Erstwählern liegt die AfD mit 42 Prozent deutlich vorn, während die CDU noch viel schlechter abschneidet als bei den Älteren.

Die Linke verliert im Landtag in Magdeburg mehrere Abgeordnete.

Anders als befürchtet, bleibt die SPD weitgehend gleich. Und die Grünen konnten Wähler sowie zwei Abgeordnete im sachsen-anhaltinischen Parlament hinzugewinnen.

Wie könnten Mehrheiten aussehen?

Sogar der Vizefraktionschef der CDU im Bundestag, Sepp Müller aus Sachsen-Anhalt, sagt am Wahlabend in Magdeburg Ministerpräsident Sven Schulze sei nur noch geschäftsführend im Amt.

Viele politische Beobachter werten die versteinerte Mine von Ministerpräsident Schulze als Zeichen für seinen bevorstehenden Rücktritt.

Im Wahlkampf hatte AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund erklärt, er wolle nur mit einer absoluten Mehrheit der Sitze im Parlament in Magdeburg regieren. Am Wahlabend sprach er von einer "ausgestreckten Hand" - in Richtung der anderen Parteien.

Doch alle anderen Parteien - außer dem BSW, dem "Bündnis Sahra Wagenknecht" - haben eine Koalition mit der AfD ausgeschlossen. BSW-Spitzenkandidatin Claudia Wittig zeigte sich in der ARD am Wahlabend offen für eine Zusammenarbeit in Sachfragen mit der AfD.

Eine absolute Mehrheit für die AfD allein zeichnete sich nicht ab, denn sie kommt wohl auf 39 der 83 Sitze. Für die absolute Mehrheit braucht es 43 Sitze.

Spätestens am 30. Tag nach der Wahl, also am 6. Oktober, muss der neue Landtag in Magdeburg zusammenkommen. Doch einen Stichtag für die Wahl eines neuen Ministerpräsidenten gibt es nicht - bis zur Entscheidung für einen Nachfolger bleibt der amtierende Regierungschef im Amt.

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