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Mauritius jenseits der Strände: Berge, Tempelseen, kulinarische Köstlichkeiten

Der Le Morne Brabant gehört zum UNESCO-Welterbe und wird von einem 556 Meter hohen Basaltberg geprägt.
Le Morne Brabant ist eine UNESCO-Welterbestätte mit einem 556 Meter hohen Basaltberg. Copyright  Mauritius Tourism Promotion Authority
Copyright Mauritius Tourism Promotion Authority
Von Rebecca Ann Hughes
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Mauritius steht für Traumstrände und türkisblaues Meer. Doch die Insel bietet weit mehr: lebendige Märkte, üppige Berge und spannende Kultur.

Mauritius gilt seit Langem als Traumziel für Badeurlaub und luxuriöse Strandresorts.

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Doch der Inselstaat vor der Südostküste Afrikas will das Bild der Reisenden erweitern.

Die Behörden locken Besucher inzwischen ins grüne Inselinnere – mit Sportangeboten und Aktivurlaub. Hotels ermuntern ihre Gäste zudem, die Städte zu besuchen und die multikulturelle Identität des Landes zu entdecken.

„Mauritius ist ein tropisches Inselziel, wir sind also sehr bekannt für unsere schönen Strände und den türkisfarbenen Indischen Ozean“, sagt Dinesh Burrenchobay, Vorsitzender der Mauritius Tourism Promotion Authority, im Gespräch mit Euronews Travel auf der Reisemesse ITB in Berlin.

Doch er betont, dass die Insel weit mehr zu bieten hat. Er empfiehlt geführte Wanderungen zum Geopark Seven Coloured Earth, einer vielfarbigen Gesteinsformation auf der Hochebene von Chamarel.

An der Südwestspitze von Mauritius (Quelle auf Englisch) liegt Le Morne Brabant, eine UNESCO-Welterbestätte mit einem 556 Meter hohen Basaltberg. Wandernde finden im Nationalpark Black River Gorges, dem größten Schutzgebiet des Landes, mehr als 50 Kilometer an Wegen.

Burrenchobay empfiehlt außerdem die Westküste für Delfin- und Walbeobachtungen. Von der Nordküste aus bringen Boote Gäste zu kleinen Inselchen mit ruhigen Badestellen.

Nach seinen Worten werden die Reisenden bereits abenteuerlustiger und halten sich häufiger außerhalb ihrer Hotelanlagen auf.

„Einige Hotels ermuntern die Menschen ausdrücklich, rauszugehen – das ist natürlich großartig“, sagt er. „In zehn Tagen kann man viel mehr erleben, als nur auf der Liege zu liegen.“

Geopark Seven Coloured Earth
Geopark Seven Coloured Earth Mauritius Tourism Promotion Authority

Eine multikulturelle Insel

Wer seine Zeit nicht nur im Resort verbringt, erlebt auch die reiche multikulturelle Identität der Insel. „Ich sage gern: Wir sind eine Insel und zugleich mehrere Kontinente auf einer Insel“, so Burrenchobay.

Ein Schlüssel zu diesem kulturellen Mix ist das Essen. Er rät zu einem Besuch der Hauptstadt Port Louis. Dort servieren Lokale in Chinatown wieder authentische chinesische Küche, belebt von der chinesischen Gemeinschaft. Daneben gibt es zahlreiche indische und kreolische Restaurants.

Typisch mauritische Gerichte kombinieren Reis mit Saucen wie Rougaille, einem gewürzten Tomatenragout, mit Linsen und traditionellem Hirschcurry.

Besucherinnen und Besucher können zudem zahlreiche historische Stätten erkunden. In Port Louis lohnt sich ein Stopp bei Marie Reine de la Paix, einer römisch-katholischen Gedenkstätte am Hang über der Stadt, und bei der Jummah-Moschee, einer der ältesten Moscheen im Indischen Ozean.

Im Zentrum der Insel liegt Ganga Talao, ein heiliger Kratersee, umgeben von Tempeln und Schreinen. Er gilt als heiligste hinduistische Stätte des Landes.

Viele Touristinnen und Touristen seien überrascht, dass in einem so kleinen Land Menschen unterschiedlichster Herkunft so friedlich Seite an Seite leben, sagt Burrenchobay.

Ganga Talao ist ein heiliger Kratersee, umgeben von Tempeln und Schreinen
Ganga Talao ist ein heiliger Kratersee, umgeben von Tempeln und Schreinen Mauritius Tourism Promotion Authority

Regenerativer Tourismus

Trotz des vielfältigen Angebots bleiben die Strände und die Küste der wichtigste Anziehungspunkt.

Burrenchobay betont, dass die Behörden verstärkt gegen die Folgen des Klimawandels in diesen Gebieten vorgehen. Sie bauen den Küstenschutz gegen Erosion aus und stellen Schritt für Schritt auf erneuerbare Energien um.

Die Insel möchte zudem stärker auf regenerativen Tourismus setzen. „Wir sollten Touristinnen und Touristen an Projekten beteiligen, die den Gemeinden rund um die Hotels zugutekommen“, sagt er.

„Es gibt solche Initiativen bereits, doch wir können mehr tun – und vor allem Dinge, die unser Land lebenswerter machen.“

Er wünscht sich Gäste, die „wirklich etwas bewirken“ und die Insel so verlassen, dass sie „unbedingt wiederkommen möchten“.

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