Mit dem European Sleeper dauert die Bahnfahrt von der französischen in die deutsche Hauptstadt etwa 18 Stunden. Doch eine ganze Weile war diese Nachtzug-Reise nicht mehr möglich.
Der Nachtzug von Paris nach Berlin wird noch in diesem Monat wieder aufgenommen.
Die ÖBB und die SNCF hatten den Nachtzugverkehr auf dieser Strecke, die erst 2023 eröffnet wurde, Mitte Dezember 2025 eingestellt. Nachtzüge gelten zwar seit Jahren als Trend, werden aber auch immer wieder ausgesetzt.
Nun wird European Sleeper ab dem 26. März 2026 die Verbindung zwischen der französischen und der deutschen Hauptstadt wieder aufnehmen.
Die Züge werden dienstags, donnerstags und sonntags ab Paris und montags, mittwochs und freitags ab Berlin verkehren.
Die Reise dauert etwa 18 Stunden. Die Fahrt im Nachtzug beginnt in Paris um 18:03 Uhr MEZ, mit Ankunft in Berlin am nächsten Morgen um 9:03 Uhr MEZ. Die Rückfahrt startet in Berlin um 18:31 Uhr MEZ und endet in Paris um 10:58 Uhr MEZ.
Weitere Stationen auf der Strecke sind Aulnoye-Aymeries in Frankreich sowie Mons, Brüssel und Lüttich in Belgien. Ab Juli soll der Zug auch in Hamburg halten.
Die Preise beginnen bei 79,99 € für eine einfache Fahrt in einem Gemeinschaftsabteil, und es werden auch Abteile nur für Frauen angeboten. Eine Privatkabine gibt es ab 279,99 € buchen.
Andere Nachtzugverbindungen von European Sleeper
Das niederländisch-belgische Eisenbahnunternehmen European Sleeper eröffnete 2023 seine erste Nachtzugstrecke zwischen Berlin und Brüssel. Später kamen Dresden und Prag dazu.
Im September 2026 will European Sleeper auch einen Zug zwischen Brüssel und Mailand einrichten.
Dieser Zug wird unter anderem die Bahnhöfe Lüttich, Köln, Zürich und Como anfahren.
Zu den Strecken anderer Betreiber, die noch in diesem Jahr aufgenommen werden sollen, gehören eine Verbindung zwischen Prag und Kopenhagen über Berlin und eine weitere zwischen London Euston und Stirling in Schottland.
Warum die Strecke Paris-Berlin ausgesetzt wurde
Diese Nachtzugverbindung zwischen der französischen und der deutschen Hauptstadt, die über Brüssel führt, war zuvor der von der französischen Bahngesellschaft SNCF und der österreichischen ÖBB betrieben worden. Doch Mitte Dezember 2025 war die Strecke ausgesetzt worden, nachdem Frankreichs Regierung die Subventionen gestrichen hatte, die als unverzichtbar für ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit galten.
Gegen die Einstellung der Strecke hatte es Proteste in den sozialen Medien und ein Petition von Bahnreisenden, aber auch Pyjama-Partys gegeben. Sie können jetzt aufatmen - und wieder im Nachtzug von Paris nach Berlin und zurück fahren.