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Nahost-Krieg trifft weitere Reederei: Explora Journeys streicht Kreuzfahrten

Ein Explora-Schiff unter Segeln
Explora-Schiff unter Segeln Copyright  Explora Journeys
Copyright Explora Journeys
Von Indrabati Lahiri
Zuerst veröffentlicht am
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Seit einigen Wochen sitzen mehrere Kreuzfahrtschiffe wegen des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten in Häfen fest.

Explora Journeys hat angekündigt, in der Wintersaison 2026/2027 alle Kreuzfahrten im Nahen Osten zu streichen. Hintergrund ist der anhaltende Konflikt in der Region.

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Die Explora II, die ursprünglich im Persischen Golf unterwegs sein sollte, wird in diesem Winter nur im Mittelmeer kreuzen – von November 2026 bis März 2027.

„Diese Entscheidung haben wir bewusst früh und nach sorgfältiger Abwägung getroffen. Sie unterstreicht das Ziel von Explora Journeys, Gästen und Reisebüros Planungssicherheit und Vertrauen für ihre künftigen Reisen zu geben“, teilte das Unternehmen in einem Hinweis an Reiseberaterinnen und -berater sowie betroffene Passagiere mit.

Die bisherige Nahost-Route der Explora II hätte Länder wie Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate, Oman, Saudi-Arabien und Ägypten umfasst.

Stattdessen legt die Reederei nun ein Programm für das westliche Mittelmeer und Nordafrika auf. Es umfasst neue Ziele, die die wichtigsten Küsten- und Kulturorte der jeweiligen Regionen hervorheben.

Neu hinzu kommen unter anderem Casablanca, Funchal und Ibiza; bereits im Programm sind Ziele wie Santorin und Capri. Reisende können sich zudem auf Erlebnisse wie das Silvesterfeuerwerk vor Cannes und weitere festliche Momente auf See freuen.

Weitere Details zu den neuen Routen will das Unternehmen Ende März vorstellen.

Explora betont, dass es betroffene Gäste und Reisebüros nach Möglichkeit mit passenden Alternativen unterstützt.

Bereits jetzt bietet die Reederei betroffenen Gästen, die auf eine neue Route umbuchen, einen Rabatt von zehn Prozent bei Buchung bis zum 30. April. Zusätzlich erhalten sie einen Ausflugsgutschein über 500 US-Dollar (rund 433,70 Euro) pro Person.

Die Schiffe Explora I und Explora V sollen im Winter 2027/2028 hingegen weiterhin rund um die Arabische Halbinsel und im Roten Meer unterwegs sein.

Die Explora V soll im Dezember 2027 in Dienst gehen. Zunächst sind spezialisierte Routen im Mittelmeer geplant, später soll das Schiff auch in den Nahen Osten wechseln. An Bord kommt zudem Brennstoffzellentechnologie zum Einsatz.

Krise im Nahen Osten trifft weiter Kreuzfahrtbranche

Explora Journeys ist die jüngste Reederei, die wegen des Kriegs im Nahen Osten ihre Planungen ändern muss.

Auch Celestyal Cruises sah sich gezwungen, vier weitere Europa-Kreuzfahrten abzusagen, weil ihre Schiffe weiterhin in Dubai und Doha festliegen und nicht nach Europa zurückverlegt werden können.

Betroffen sind die drei Nächte und vier Nächte langen griechischen Inselrouten der Celestyal Discovery, die ursprünglich am 3. und 6. April starten sollten. Geplante Häfen waren unter anderem Heraklion, Kusadasi, Mykonos, Patmos, Rhodos und Santorin.

Auch eine siebennächtige Kreuzfahrt der Celestyal Journey mit Stopps in Griechenland, Montenegro, Kroatien und Italien wurde gestrichen, ebenso wie eine weitere 14 Nächte lange Mittelmeerroute. Beide Fahrten hätten am 4. April beginnen sollen; vorgesehen waren unter anderem Dubrovnik, Kotor, Korfu, Bari, Katakolon und Argostoli.

Hinzu kommen die vier Reisen, die Celestyal bereits im März abgesagt hat.

„Gäste, die auf diese Abfahrten gebucht sind, erhalten wahlweise eine vollständige Rückerstattung oder eine Gutschrift für eine künftige Kreuzfahrt“, erklärte Celestyal in einer Mitteilung.

„Betroffene Gäste werden gebeten, sich an ihren ursprünglichen Reiseanbieter zu wenden, um die verfügbaren Optionen und die nächsten Schritte zu besprechen.“

Schiffe von Aroya Cruises, TUI Cruises und MSC Cruises liegen weiterhin in Häfen im gesamten Nahen Osten fest.

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