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Ferienhaus in Spanien gesucht? Valencia begrenzt touristische Unterkünfte in der ganzen Stadt

die spanische Stadt Valencia
Die spanische Stadt Valencia Copyright  Photo by Jonny James on Unsplash
Copyright Photo by Jonny James on Unsplash
Von Fakhriya M. Suleiman
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Die spanische Stadt will Ferienwohnungen begrenzen, weil die Preise für Einheimische explodieren und landesweit Proteste gegen Massentourismus wachsen.

In Valencia haben die Verantwortlichen neue Regeln verabschiedet, die die Zahl der Ferienwohnungen in der ganzen Stadt deutlich begrenzen sollen.

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Die jetzt vorgestellten Vorgaben des Stadtrats legen fest, dass Ferienwohnungen und -apartments in keinem Viertel mehr als zwei Prozent des gesamten Wohnungsbestands ausmachen dürfen.

Die Maßnahme stößt bei Bürgermeisterin María José Catalá auf Zustimmung. Ihre Stadt sei die erste in Spanien, die eine Obergrenze für Ferienunterkünfte einführt, sagte sie.

„Diese Regeln sind ein weiterer Baustein einer weitaus ehrgeizigeren Strategie. Sie gehören zu unserer umfassenden Vision, das bisherige Modell grundlegend zu verändern“, erklärte sie.

„Wir sind nicht nur eine Sonne-und-Strand-Stadt auf der Suche nach billigem Massentourismus. Wir verstehen uns als urbanes Reiseziel – und wir bringen Ordnung in das Chaos der vergangenen Jahre.“

In Valencia wie auch in anderen spanischen Städten wie Barcelona kam es in den vergangenen Jahren zu großen Demonstrationen. Bürgerinnen und Bürger protestierten gegen überfüllte Innenstädte und einen angespannten Wohnungsmarkt, ausgelöst durch immer mehr Besucher – ein Phänomen, das Kritiker inzwischen „Touristflation“ nennen.

Der Stadtrat verabschiedete die neuen Regeln in einer Plenarsitzung als Änderungen der städtebaulichen Leitlinien Valencias.

Valencia sei „eine Wohnstadt, in der Wohnungen den Bewohnerinnen und Bewohnern gehören“, betonte Catalá. Die neuen Vorgaben sollen sicherstellen, dass achtundneunzig Prozent der Wohnungen dem normalen Wohnen vorbehalten bleiben.

Die Änderungen schreiben außerdem vor, dass die Gesamtzahl der touristischen Unterkünfte – egal ob Hotels, Apartments oder Ferienvermietungen – in jedem Stadtviertel höchstens dem Gegenwert von acht Prozent der dort gemeldeten Einwohner entsprechen darf. In Erdgeschosslagen von Wohngebäuden sind höchstens 15 Prozent aller Einheiten als Ferienunterkunft erlaubt.

Doch nicht alle begrüßen den Kurs.

Francisco Guardeño, Vertreter des Verbands der Nachbarschaftsinitiativen in Valencia, sagte, in der Stadt seien „mehr als 9.000 Ferienapartments“ illegal in Betrieb.

„Der wichtigste Sektor der touristischen Unterkünfte in der Stadt – fast doppelt so viele Einheiten wie in Hotels – agiert im Verborgenen“, so Guardeño weiter. „Und genau dieses Problem löst der aktuelle Vorschlag nicht.“

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