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Sitzer oder Herumsteher: Flughafen-Gewohnheiten, die Reisende in den Wahnsinn treiben

Neue Studie beleuchtet Verhalten an Flughäfen weltweit – mit teils ernüchternden Ergebnissen
Neue Studie: So verhalten sich Reisende an Flughäfen weltweit – nicht alles ist positiv Copyright  Oskar Kadaksoo/UnSplash
Copyright Oskar Kadaksoo/UnSplash
Von Saskia O'Donoghue
Zuerst veröffentlicht am
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Drängler in der Schlange, Platzblockierer im Wartebereich: Eine neue weltweite Umfrage zeigt, welche Flughafen-Gewohnheiten Passagiere am meisten nerven. Und sie zeigt auch, wie früh wir wirklich ankommen und zu welchem Boarding-Typ wir gehören.

Flughäfen gehören für Reisende selten zu den Lieblingsorten ihrer Reise. Dort kommen jede Menge schlechte und rätselhafte Angewohnheiten zum Vorschein, die es offenbar nur an diesen Drehkreuzen gibt.

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Eine neue Umfrage zeigt nun, welche Verhaltensweisen die Menschen am meisten nerven – vom Vordrängeln in der Schlange über blockierte Sitzplätze bis hin zu einem generellen Mangel an Benimmregeln am Flughafen.

Der Online-Reiseanbieter Opodo (Quelle auf Englisch) hat weltweit 9.000 Menschen nach ihren Gewohnheiten am Flughafen befragt – und danach, was sie dort besonders in Rage bringt.

Das sagen die Ergebnisse...

Verhalten beim Check-in

Opodo wollte wissen, ob die Befragten lieber mit viel Zeitreserve zum Flughafen fahren oder es bis zur letzten Minute ausreizen.

Demnach fühlen sich 59 Prozent deutlich wohler, wenn sie früher als nötig eintreffen – auch wenn sie dadurch länger warten.

Rund 36 Prozent kommen nach eigener Aussage ungefähr zu dem Zeitpunkt, den die Fluggesellschaft empfiehlt, meist zwei bis drei Stunden vor Abflug – je nach Reisedistanz.

Mutige vier Prozent schneiden es lieber knapp und tauchen erst kurz vor dem Start auf, statt Zeit in oft überteuerten und wenig inspirierenden Flughäfen zu vertrödeln.

Interessant: Im Vereinigten Königreich warten sechs Prozent der Männer gern bis zur letzten Minute, bei den Frauen sind es nur drei Prozent.

Rituale vor dem Boarding

Die Umfrage erfasste auch, wie Reisende den Boarding-Vorlauf erleben. Gehen sie sofort zum Gate, sobald es öffnet, oder warten sie, bis ihre Gruppe aufgerufen ist?

Die Studie teilte die Antworten in vier Typen ein: „die Sitzenden“, „die Herumstehenden“, „die Früh-Einreiher“ und „die Anti-Schlangesteher“.

Am verbreitetsten sind laut Auswertung „die Sitzenden“: 48 Prozent der weltweit Befragten bleiben sitzen, bis ihre Gruppe ausdrücklich aufgerufen wird. Sie beobachten in Ruhe, wie sich die Menge vor dem Gate staut – und urteilen im Stillen über die anderen.

Der Anteil schwankt je nach Land: In Portugal zählen 66 Prozent zu dieser Gruppe, im Vereinigten Königreich 51 Prozent, in Italien 36 Prozent.

Zur Gruppe der „Herumstehenden“ zählen 23 Prozent. Sie positionieren sich in der Nähe der Schlange, um im richtigen Moment einzufädeln.

Weitere zwölf Prozent gehören zu den „Früh-Einreihern“ und stellen sich schon in eine inoffizielle Warteschlange, um einen guten Platz zu sichern. Auch hier gibt es nationale Unterschiede: In Deutschland und Italien zählen jeweils 15 Prozent zu diesem Typ, im Vereinigten Königreich nur neun Prozent.

Schließlich bilden die „Anti-Schlangesteher“ elf Prozent der Befragten. Sie steigen lieber ganz zum Schluss ein, weil sie wissen: Der Sitz wartet ohnehin auf sie.

Die Daten zeigen: Italienerinnen und Italiener (18 Prozent) und Französinnen und Franzosen (17 Prozent) nehmen es mit frühem Boarding am lockersten. 14 Prozent der spanischen Reisenden und nur zwölf Prozent der Britinnen und Briten sind bereit, wirklich bis zur letzten Minute zu warten.

Was Reisende am meisten nervt?

Opodo wollte außerdem wissen, was Reisende an Flughäfen am allermeisten in den Wahnsinn treibt. Die Liste der Aufreger ist lang.

Ganz oben steht das Vordrängeln an der Sicherheitskontrolle oder beim Boarding. 48 Prozent weltweit nennen das als größten Nervfaktor, bei den Britinnen und Briten sowie den Französinnen und Franzosen sind es jeweils 51 Prozent.

Auf Platz zwei folgt ein anderes Ärgernis: Menschen, die Sitze mit ihrem Gepäck blockieren, obwohl sie frei sind. Weltweit stören sich 45 Prozent daran. Unter den Britinnen und Briten sind es 52 Prozent, unter den Portugiesinnen und Portugiesen 50 Prozent. In Italien empfinden es nur 35 Prozent als Problem.

Danach kommt Müll, der an den Gates oder auf den Sitzen im Flugzeug liegen bleibt. Besonders groß ist der Unmut in Frankreich: 49 Prozent finden das inakzeptabel. In Deutschland sind es 47 Prozent, in Spanien 46 Prozent und weltweit 42 Prozent. Im Vereinigten Königreich sehen das überraschend nur 35 Prozent als schlechtes Benehmen.

Britinnen und Briten lassen sich auch seltener als der weltweite Durchschnitt von laut telefonierenden Menschen aus der Ruhe bringen – egal ob normal oder über Lautsprecher. Dort ärgern sich 37 Prozent darüber, global sind es 40 Prozent.

Wer sich so dicht an das Gepäckband stellt, dass er es fast küssen könnte, sorgt ebenfalls für Unmut. Besonders störend finden das 25 Prozent der Britinnen und Briten sowie der Deutschen. In Frankreich sagen das nur zwölf Prozent, weltweit 19 Prozent.

Zu guter Letzt stören sich am wenigsten Menschen an Rollkoffern, die quietschen oder ständig gegen andere stoßen. Im Vereinigten Königreich geben 13 Prozent an, dass sie das nervt, in Spanien zehn Prozent. Weltweit sind es neun Prozent.

Beim nächsten Aufenthalt am Gate lohnt sich vielleicht der Blick in den Spiegel: Zu welchem Typ gehören Sie selbst? Aber wundern Sie sich nicht, wenn Sie einige Ihrer eigenen Marotten auf der Liste wiederfinden.

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