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Eine Reise, ein Ticket: EU vereinfacht Bahnreisen über Grenzen

Fahrkartenschranken in Paris
Ticketsperren in Paris Copyright  Photo by Vlad B on Unsplash
Copyright Photo by Vlad B on Unsplash
Von Dianne Apen-Sadler
Zuerst veröffentlicht am
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Reisende sollen künftig Entschädigung erhalten, wenn sie ihren Anschlusszug verpassen, selbst wenn das Anschlussangebot von einem anderen Bahnunternehmen stammt.

Zugtickets für grenzüberschreitende Reisen in der EU sollen dank eines Vorschlags der Europäischen Kommission bald einfacher zu kaufen sein.

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Das neu vorgestellte Passagierpaket ermöglicht es Reisenden, mit einem einzigen Buchungsvorgang Fahrscheine über mehrere Bahnunternehmen hinweg zu erwerben.

„Die Freizügigkeit gehört zu Europas größten Errungenschaften“, sagte Apostolos Tzitzikostas, Kommissar für nachhaltigen Verkehr und Tourismus, in einer Erklärung. „Heute gehen wir einen Schritt weiter: Reisen in allen 27 Mitgliedstaaten werden einfacher, digitaler und stärker auf die Bedürfnisse der Fahrgäste zugeschnitten.“

„Mit digitalen Werkzeugen und integrierten Mobilitätsdiensten können Europäerinnen und Europäer mit einem Klick grenzüberschreitende, multimodale Reisen planen, vergleichen und buchen. Zugleich profitieren sie von stärkeren Fahrgastrechten, mehr Transparenz und besserem Schutz in allen Phasen der Reise.“

Was bedeuten die neuen Regeln für Fahrgäste?

Neben einfacheren Buchungen stärkt das Paket auch die Rechte der Fahrgäste. Wer seinen Anschluss verpasst, ist künftig geschützt – selbst wenn die Züge von verschiedenen Bahnunternehmen betrieben werden.

Fahrgäste erhalten das Recht, ohne zusätzliche Kosten zu ihrem Endziel umgeleitet zu werden, und sie bekommen eine Entschädigung für die gesamte Verspätung.

Sie haben Anspruch auf Unterstützung, etwa auf Mahlzeiten und gegebenenfalls auf eine Unterkunft, falls wegen des verpassten Anschlusses eine Übernachtung nötig wird.

Der Vorschlag verpflichtet zudem Online-Ticketplattformen mit einem Marktanteil von mehr als 50 Prozent, bei der Buchung alle verfügbaren Angebote anzuzeigen – auch die der Konkurrenz.

Nach Einschätzung der Europäischen Kommission fehlt es dem heutigen Markt an Transparenz. Die neuen Regeln sollen es neuen Anbietern erleichtern, ihre Fahrkarten zu vertreiben.

Außerdem müssen Bahnunternehmen ihre Tickets künftig mindestens fünf Monate vor Reiseantritt online zum Verkauf stellen.

Wann tritt das Passagierpaket in Kraft?

Die Europäische Kommission legt den Verordnungsvorschlag nun dem Rat der Europäischen Union und dem Europäischen Parlament vor.

Anschließend befassen sich beide Institutionen mit dem Paket und beschließen es. Nach Angaben des Europäischen Rates werden rund 85 Prozent der Gesetze am Ende der ersten oder zu Beginn der zweiten Lesung angenommen.

Die EU-Staaten müssen zudem die Umsetzung der Vorgaben der Richtlinie über intelligente Verkehrssysteme zur gemeinsamen Nutzung von Daten über den multimodalen Verkehr beschleunigen.

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