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Reiseziel Cabo Verde: das sollten Sie über den Inselstaat wissen

In Cabo Verde scheint die Sonne an 350 Tagen im Jahr.
Auf Cabo Verde scheint die Sonne an 350 Tagen im Jahr Copyright  Photo by Florian K. on Unsplash
Copyright Photo by Florian K. on Unsplash
Von Fakhriya M. Suleiman
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Abseits des WM-Debüts: Inselstaat Cabo Verde lockt mit frischem Meeresfisch, weiten Stränden und reichem Kulturerbe.

Rund 500 Kilometer vor der Westküste Afrikas liegt Cabo Verde. Der Inselstaat sorgt derzeit für Schlagzeilen, weil er sich in diesem Sommer erstmals für eine Fußball-Weltmeisterschaft qualifiziert hat.

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Geografisch gehören die Inseln des Landes zur Makaronischen Inselgruppe – der Name bedeutet „Inseln der Glückseligkeit“. Dazu zählen auch Madeira, die Kanarischen Inseln und die Azoren, allesamt atlantische Archipele mit ähnlicher Vegetation und vulkanischen Landschaften.

Der Staat bereitet sich darauf vor, gemeinsam mit neun weiteren afrikanischen Ländern auf der größten Fußballbühne der Welt anzutreten. Und es gibt viele Gründe, warum Cabo Verde auch auf Ihrer Reiseliste stehen sollte.

Wann ist die beste Reisezeit für Cabo Verde?

In dem Inselstaat scheint an rund 350 Tagen im Jahr die Sonne. Die Temperaturen liegen meist zwischen 21 und 29 Grad.

Auf den Inseln gibt es nur zwei Jahreszeiten: den „Tempo das brisas“, die Zeit der Winde von Oktober bis Mitte Juli, und den „tempo das chuvas“, die Regenzeit von August bis September.

Wer der Hitze entgehen will, reist am besten im Januar oder Februar. Dann fallen die Temperaturen bis auf 16 Grad. Hitzeresistente Urlauber kommen im September auf ihre Kosten. In diesem Monat klettern die Werte auf über 36 Grad.

Welche Insel passt zu Ihnen?

Cabo Verde umfasst 4.033 Quadratkilometer im Atlantik und besteht aus zehn Hauptinseln, von denen neun bewohnt sind. Jede Insel hat ihren ganz eigenen Charakter, geprägt von der kreolischen Kultur.

Für Strandfans ist Sal – der Name bedeutet „Salz“ – ein Muss. Die Insel ist bekannt für kristallklares, türkisfarbenes Wasser, elfenbeinfarbene Strände und ein ganzjährig mildes Klima. Der Strand von Santa Maria gilt als eines der „Sieben Wunder von Cabo Verde“. Dort lassen sich oft Delfine, Fischschwärme, Rochen und mit etwas Glück auch Muränen beobachten. Entlang der Küste finden Besucher zudem Restaurants, Geschäfte sowie zahlreiche Wassersportangebote und Touren.

Abseits des Meeres hat die Stadt Santa Maria auf Sal viel zu bieten. Beliebt sind Wanderungen vom Pontão de Santa Maria bis zum Strand Ponta Preta. Es gibt Golfplätze, Reitausflüge und Ziplines sowie Besuche im botanischen Garten Pachamama Eco Park oder im Museum „Haus der Kultur“.

Wer mehr Kultur als Strand sucht, wird auf der Insel São Vicente fündig. Hier mischen sich afrikanische, europäische, portugiesische und brasilianische Einflüsse auf besondere Weise. In der Hauptstadt Mindelo steht das Centro Cultural do Mindelo. Besucher sollen dort „die Seele von Cabo Verde“ spüren – bei Essen, Street Art, Kunsthandwerk, Nachtleben und Führungen zur traditionellen Musik. Touren gibt es auf Englisch, Französisch, Deutsch und Portugiesisch; eine sechs Stunden lange Insel- und Kulturrundfahrt kostet ab 130 Euro.

Cabo Verdes Inseln bieten für alle etwas – von Stränden über Gastronomie bis hin zu Aktivitäten an der Küste
Cabo Verdes Inseln bieten für alle etwas – von Stränden über Gastronomie bis hin zu Aktivitäten an der Küste Photo by Florian K. on Unsplash

Eine andere Facette des Archipels zeigt die Insel Maio. Sie eignet sich für langsamere, ruhigere Ausflüge. Cabo Verdes (Quelle auf Englisch) Fremdenverkehrsamt empfiehlt das Fahrrad als bestes Verkehrsmittel, um Strände, Buchten, Lagunen und die kulturellen Sehenswürdigkeiten der Insel zu erkunden.

Viele Strände auf Maio sind zugleich Biosphärenreservate und geschützte Lebensräume. Jedes Jahr kommen dort Tausende Meeresschildkröten an Land, um im warmen Sand ihre Eier abzulegen. Nur in Begleitung eines Guides oder einer Biologin beziehungsweise eines Biologen dürfen Besucher die Tiere beobachten – etwa in Lagoa, Barreiro, Salinas Porto Inglês oder Terras Salgadas.

Weitere Inseln Cabo Verdes sind Santiago, Fogo, Santo Antão, Brava, Boa Vista, São Nicolau und Santa Luzia.

Atlantik-Küche und Kreuzfahrtrouten

Nicht nur die Strände, auch die Küche macht den Reiz des Inselstaats aus. Cabo Verde erlebt man mit allen Sinnen – auch am Esstisch.

Ein Klassiker ist „Cachupa“, ein kräftiger Eintopf. Darin schmoren Rindfleisch, Huhn, Thunfisch und Wurst zusammen mit Mais, Bohnen, Maniok, Karotten, Kohl, Grünkohl und Kürbis stundenlang vor sich hin. Kein Wunder, dass das Gericht vor Ort als „Festmahl der Inseln“ gilt.

Dank des Atlantiks vor der Haustür gehört Fisch überall auf den Inseln zum Alltag. Auf den Speisekarten stehen häufig Schwertfisch, Zackenbarsch, Stöcker, Makrele, Schnapper und Lachs. Wer es abenteuerlicher mag, bestellt Oktopus oder gegrillte Meeresschnecken und bekommt so einen besonders ursprünglichen Geschmack des Meeres rund um Cabo Verde.

Kreuzfahrtrouten mit Stopps in den Häfen von São Vicente und Santiago binden Cabo Verde zudem in größere Reisen ein. Sie verbinden den Inselstaat mit anderen Zielen in Afrika, etwa Senegal oder Gambia. Reedereien wie Royal Caribbean, MSC Cruises, Costa Cruises und Princess haben Fahrten mit Station in Cabo Verde im Programm.

Wo Sie übernachten können

Der Reisespezialist Jake Cardigan vom Anbieter Archipelago Choice (Quelle auf Englisch) hat eine Liste seiner fünf Lieblingsunterkünfte in Cabo Verde zusammengestellt.

Seine erste Empfehlung ist die Terra Lodge auf der Insel São Vicente. Gäste wählen dort zwischen Standardzimmern und Suiten, die bei 85 Euro pro Nacht beginnen. Fernseher gibt es keine. Stattdessen genießen Gäste den Blick über die Bucht von Mindelo. Cardigan beschreibt das Hotel als „Oase der Ruhe“ inmitten der lebhaften Straßen einer kosmopolitischen Stadt, in der man in Hängematten entspannen und die Aussicht auf sich wirken lassen kann.

Auf Boa Vista empfiehlt er das Orquidea Guesthouse für alle, die einen „ruhigen, entspannten Strandurlaub“ suchen. Die Pension liegt nur einen Steinwurf von der Inselhauptstadt Sal Rei und etwa 50 Metern vom Strand Estoril entfernt. So sind Meer und Stadt schnell erreicht. Der Aufenthalt beginnt laut Cardigan mit einem herzhaften cabo-verdeanischen Frühstück, gefolgt von einem Kaffee und einem Plausch mit den Hauspapageien, die angeblich „voller hilfreicher Restauranttipps“ sind.

Weitere Empfehlungen sind die Casa Cavoquinho auf Santo Antão, die Casa Marisa auf Fogo und das Hotel Barcelo Praia auf Santiago.

Anreise

Die Inseln von Cabo Verde sind über vier internationale Flughäfen erreichbar:

  • Internationaler Flughafen Amílcar Cabral, Insel Sal
  • Internationaler Flughafen Nelson Mandela, Insel Santiago
  • Internationaler Flughafen Aristides Pereira, Insel Boa Vista
  • Internationaler Flughafen Cesária Évora, Insel São Vicente

Ein Nonstop-Rückflug mit easyJet von Lissabon nach Boa Vista dauert rund vier Stunden und 20 Minuten; im September beginnen die Preise bei 136 Euro. Direkte Verbindungen gibt es auch aus anderen europäischen Städten wie London, Manchester, Brüssel und Porto, unter anderem mit easyJet und TAP Air Portugal.

Insgesamt verfügt das Land über sieben Flughäfen. Die übrigen drei dienen als Inlandsdrehkreuze und bieten Inselhüpfen mit der lokalen Fluggesellschaft Cabo Verde Airlines an.

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