Bei zwei Angriffen in Athen sind fünf Menschen verletzt worden. Bei dem Täter soll es sich um einen 89-jährigen Mann handeln. Er war mit einer Schrotflinte bewaffnet.
In Patras (215 km südlich von Athen) ist jetzt der mutmaßliche 89-jährige Täter eines Doppelangriffs aufgespürt und festgenommen worden. Nach Angaben von Polizeiquellen wurde er bewaffnet in einem Hotel entdeckt. Es wird vermutet, dass er sich darauf vorbereitete, Patras in Richtung Italien zu verlassen, um der Festnahme zu entgehen.
Um 10:30 Uhr vormittags war der Mann mit einer Schrotflinte in die Büros des Nationalen Sozialversicherungsfonds (EFKA) im Zentrum von Athen eingedrungen.
Nach Angaben der Polizei eröffnete er unvermittelt das Feuer und verletzte einen Angestellten am Bein.
Kurze Zeit später soll derselbe Mann zum Athener Amtgericht in der Cyril Loukareos Straße gegangen sein, wo er in den vierten Stock hinaufstieg und vier Frauen anschoss, die leicht verletzt wurden.
Er ließ eine Schrotflinte am Tatort zurück.
Zudem hinterließ er dort drei Ordner und erklärte, dass sich darin alles befinde, was er besitze. Angaben der Ermittler zufolge enthalten die Ordner Schreiben, in denen unter anderem der Umstand erwähnt wird, dass es dem 89-Jährigen nie gelungen sei, eine Rente zu erhalten.
Polizeiquellen zufolge war der 89-Jährige bereits zuvor in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht worden, und zwar im Jahr 2018, nachdem eine entsprechende Anordnung der Staatsanwaltschaft von der griechischen Polizei vollstreckt worden war.
Die verletzten Opfer befinden sich in einer Athener Klinik, nach Auskunft der Ärzte sind die Verletzungen nicht lebensbedrohlich.