US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, 5.000 zusätzliche US-Soldaten nach Polen zu entsenden. Die Entscheidung begründete Trump mit dem Wahlsieg des polnischen Präsidenten Karol Nawrocki und den engen Beziehungen zwischen beiden Ländern.
In einem Beitrag auf der Plattform Truth Social kündigte US-Präsident Donald Trump an, dass die USA zusätzliche 5.000 Soldaten nach Polen entsenden werden. Der US-Präsident begründete die Entscheidung mit dem Wahlsieg des polnischen Präsidenten Karol Nawrocki, den er zuvor öffentlich unterstützt hatte, sowie mit den guten Beziehungen zu ihm.
"Im Zusammenhang mit dem Wahlsieg des amtierenden polnischen Präsidenten Karol Nawrocki, den ich mit Stolz unterstützt habe, sowie aufgrund unserer guten Beziehungen freue ich mich bekanntzugeben, dass die USA zusätzliche 5.000 Soldaten nach Polen entsenden werden. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit in dieser Angelegenheit! Präsident DONALD J. TRUMP", schrieb Trump.
Die Ankündigung erfolgte zwei Tage, nachdem US-Vizepräsident JD Vance Journalisten mitgeteilt hatte, dass sich die geplante Stationierung zusätzlicher US-Truppen in Polen verzögere.
Die USA prüfen ihre militärische Präsenz in Europa bereits seit Längerem. Seit Monaten wird darüber spekuliert, dass die Trump-Regierung die Zahl der amerikanischen Soldaten auf dem Kontinent reduzieren könnte, während sie zugleich von den NATO-Partnern mehr Verantwortung für die Verteidigung Europas fordert.
Der polnische Präsident Karol Nawrocki reagierte auf die Entscheidung auf der Plattform X. "Ich stehe und werde weiterhin für das polnisch-amerikanische Bündnis eintreten – einen wichtigen Pfeiler für die Sicherheit jedes polnischen Haushalts und ganz Europas. Gute Bündnisse beruhen auf Zusammenarbeit, gegenseitigem Respekt und dem gemeinsamen Einsatz für unsere Sicherheit", schrieb Nawrocki.
Zudem dankte er Trump für dessen "Freundschaft gegenüber Polen und für Entscheidungen, deren praktische Folgen wir heute sehr deutlich sehen". "Die Sicherheit Polens und der Polen hat für mich oberste Priorität", fügte er hinzu.
Trump hatte Nawrocki bereits im vergangenen September im Weißen Haus empfangen. Schon damals stellte Trump eine mögliche Ausweitung der US-Militärpräsenz in Polen in Aussicht und sagte Unterstützung für die Sicherheit des Landes zu.
Bereits im Mai desselben Jahres war Nawrocki zu Gesprächen nach Washington gereist. In einer entscheidenden Phase des Präsidentschaftswahlkampfs sprach Trump ihm damals öffentlich seine Unterstützung aus. Bei der Wahl setzte sich Nawrocki schließlich gegen Rafał Trzaskowski durch, den proeuropäischen Kandidaten aus dem politischen Lager des polnischen Regierungschefs Donald Tusk.
Polnisch-amerikanische Beziehungen "sehr stark"
Auch der polnische Vizepremier und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz kommentierte die Ankündigung auf der Plattform X. Die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump bestätige, "dass die polnisch-amerikanischen Beziehungen sehr stark sind und Polen ein vorbildlicher, verlässlicher Verbündeter ist", schrieb er.
"Es ist gut, dass wir in grundlegenden Fragen der Sicherheit unseres Vaterlandes gemeinsam handeln. Diese Verantwortung führt zu konkreten Ergebnissen", fügte Kosiniak-Kamysz hinzu.
Am Dienstag erklärte der polnische Ministerpräsident Donald Tusk vor Beginn der Kabinettssitzung, seine Regierung bemühe sich darum, weitere Informationen zu erhalten und Einfluss auf die Entscheidungen der US-Verbündeten zu nehmen. "Unsere amerikanischen Verbündeten müssen verstehen, wie wichtig aus Sicht der Sicherheit Polens, Europas, der USA und der internationalen Ordnung eine enge und gut abgestimmte Zusammenarbeit ist. Dazu gehört auch die Präsenz von US-Truppen in Polen", betonte Tusk.
Derzeit sind in Polen rund 10.000 US-Soldaten stationiert, überwiegend im Rahmen rotierender Einsätze. Zu den dauerhaften US-Militärstandorten im Land zählt unter anderem das vorgeschobene Hauptquartier des V. US-Korps in Camp Kościuszko in Posen.