In der Nähe von Tyrus dauern die Rettungsarbeiten an. Behörden und Anwohner suchen weiter nach Überlebenden und versuchen, das Ausmaß der Zerstörung durch die Angriffe einzuschätzen.
Aufnahmen vom Einsatzort zeigen Rettungskräfte, die sich durch die Trümmer zerstörter Gebäude im Süden des Libanon graben. Anwohner begutachten die Schäden, suchen nach vermissten Angehörigen und versuchen, Habseligkeiten aus den Ruinen zu retten.
Die Angriffe sind Teil einer größeren Eskalation im Südlibanon. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden am Dienstag bei israelischen Luftschlägen mindestens 31 Menschen getötet, obwohl eine Waffenruhe die Gewalt zwischen Israel und der Hisbollah eigentlich eindämmen sollte. Lokale Vertreter warnen, der anhaltende Beschuss könne weitere Vertreibungen auslösen und die zivile Infrastruktur noch stärker beschädigen.
Israel kündigt an, seine Militäroperationen im Süden des Libanon zu verstärken. Die Hisbollah meldete am Mittwoch Gefechte mit israelischen Truppen nördlich des Litani-Flusses. In einer Erklärung teilte die iranisch unterstützte Gruppe mit, ihre Kämpfer stünden in der Stadt Zawtar al-Sharqiyah israelischen Einheiten gegenüber, nahe einem Gebiet, in dem israelische Truppen operieren.
Die erneute Gewalt schürt die Sorge vor einer weiteren Eskalation entlang der Grenze, nach Monaten mit immer wieder aufflammendem Beschuss über die Frontlinie hinweg.