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Huthi greifen in Iran-Krieg ein: Rotmeer-Schifffahrt bedroht, Straße von Hormus zu

Archiv: Huthi-Kämpfer marschieren bei einer Kundgebung zur Unterstützung der Palästinenser im Gazastreifen und gegen US-Angriffe auf Jemen bei Sanaa, 22. Januar 2024
ARCHIV: Huthi-Kämpfer marschieren bei einer Kundgebung zur Unterstützung der Palästinenser im Gazastreifen und gegen US-Angriffe auf Jemen nahe Sanaa, 22. Januar 2024 Copyright  AP Photo
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Von Aleksandar Brezar
Zuerst veröffentlicht am
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Jemens Huthi verhängen Bann gegen israelische Schiffe im Roten Meer und melden Raketenangriff auf Israel; Blockaden von Bab al-Mandab und Hormus gefährden etwa ein Drittel des weltweiten Öl- und Gasexports per Schiff.

Jemens Huthi-Rebellen haben sich im Iran-Krieg klar auf die Seite Teherans gestellt. Am Montag kündigten sie einen Raketenangriff auf Israel an und erklärten ein Verbot für israelische Schiffe im Roten Meer. Damit gerät nicht nur diese Wasserstraße in Gefahr, sondern auch der Golf von Aden und die enge Straße von Bab al-Mandab, die beide verbindet.

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Im Krieg zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen hatten die Huthis bereits Frachtschiffe auf der wichtigen Route angegriffen, über die jedes Jahr Waren im Wert von rund 1 Billion Dollar (866 Milliarden Euro) transportiert werden. Sie verübten fast 200 Attacken und zwangen viele Reedereien zu einem weiten Umweg um die Südspitze Afrikas.

Diese Umleitung verlängert Fahrten zwischen Asien und Europa meist um rund 14 Tage und treibt die Kosten deutlich in die Höhe. Die Öltransporte durch die Straße von Bab al-Mandab gingen während der Angriffe von 8,8 Millionen auf rund 4 Millionen Barrel pro Tag zurück.

Die Huthis setzten ihre Angriffe nach dem Waffenstillstand im Gazastreifen im Oktober 2025 aus. Zugleich warnten sie, sie würden wieder zuschlagen, falls der Iran-Krieg eskaliert.

Ihre neue Drohung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Straße von Hormus, das Nadelöhr zum Golf und seinen Energieexporteuren, wegen des Iran-Kriegs weiterhin von Teheran blockiert wird.

Damit stehen zwei der wichtigsten maritimen Engpässe der Welt zugleich unter Druck.

Die Straße von Bab al-Mandab ist an ihrer engsten Stelle nur 26 Kilometer breit. Sie verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und dem weiteren Indischen Ozean. Schätzungen zufolge läuft etwa zwölf Prozent des weltweiten Seeverkehrs durch diese Passage.

Die Straße von Hormus dient als Route für etwa ein Fünftel des weltweit per Schiff transportierten Öls und Gases sowie für andere Fracht.

„Wir verhängen ein vollständiges und umfassendes Verbot für israelische Schifffahrt im Roten Meer“, heißt es in einer Erklärung der Streitkräfte der Huthis.

„Wir betrachten alle feindlichen Bewegungen vom Zeitpunkt dieser Erklärung an als legitime militärische Ziele für unsere Streitkräfte.“

Die Huthis hatten sich im März offiziell auf die Seite Teherans gestellt und den Iran-Krieg unterstützt. Seit Beginn eines brüchigen Waffenstillstands am achten April hatten sie allerdings keinen Raketenangriff auf Israel mehr angekündigt.

Nun teilten sie mit, sie hätten „einen Raketenhagel auf sensible Ziele des israelischen Feindes“ abgefeuert. Die Angriffe hätten „ihre Ziele mit Präzision erreicht“, behaupteten sie.

Die israelische Armee erklärte zuvor auf Telegram, sie habe den Start einer Rakete aus dem Jemen in Richtung israelisches Staatsgebiet registriert. Die Luftabwehr sei im Einsatz, um die Bedrohung abzufangen.

Der Angriff der Huthis erfolgte in einer Phase, in der Israel und Iran am Montag gegenseitig feuerten. Der Waffenstillstand gerät damit erneut ins Wanken, die Hoffnungen auf ein Friedensabkommen schwinden.

Die Huthis und die im Libanon ansässige Hisbollah gehören zur von Teheran unterstützten, ausgebildeten und bewaffneten „Achse des Widerstands“. Zu ihr zählen auch die Hamas und bewaffnete Milizen im Irak.

Offiziell heißen die Huthis Ansar Allah. Die Rebellen aus dem gebirgigen Norden Jemens kontrollieren seit mehr als ein Jahrzehnt große Teile des Landes. Im September 2014 eroberten sie die Hauptstadt Sanaa und verdrängten die Regierung aus der Macht.

Weitere Quellen • AP, AFP

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