Nahe Madrid lodern schwere Waldbrände. Über dem Dorf Zarzalejo färbten sie den Himmel orange und ließen die Sonne blutrot erscheinen. Die Einsatzkräfte kämpfen gegen das, was die Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso als „schlimmstes Feuer in der Geschichte der Hauptstadtregion“ bezeichnet.
Zwei große Brände verschmolzen zu einem und zerstörten bis Freitag rund 30 Quadratkilometer Wald- und Buschland. Rund 60.000 Menschen wurden evakuiert oder angewiesen, in ihren Häusern zu bleiben.
In der nahe gelegenen Provinz Ávila fraß ein weiterer Brand etwa 90 Quadratkilometer Fläche. Die spanische Guardia Civil nahm einen Mann fest, der in einem Gebiet mit hoher Brandgefahr angeblich schwere Maschinen eingesetzt haben soll.
Ministerpräsident Pedro Sánchez will die Region am Samstag besuchen. Die Temperaturen steigen in der anhaltenden Hitzewelle auf bis zu 39 Grad.