Nach dem Angriff meldete das nahegelegene Gesundheitszentrum, am Sonntag sei auch ein Kleinkind eingeliefert worden. Vier Menschen lagen zuletzt noch im Krankenhaus, einer von ihnen in kritischem Zustand.
Ein Schusswaffenangriff während eines Food-Festivals in einem Veranstaltungszentrum in Seattle im US-Bundesstaat Washington hat am Sonntagabend zwei Menschen das Leben gekostet und fünf weitere verletzt, sagte ein Sprecher der städtischen Feuerwehr.
Die Polizei nahm Ermittlungen auf und forderte die Bevölkerung auf, den Bereich nordwestlich der Innenstadt von Seattle zu meiden.
Die Schüsse fielen gegen 18 Uhr Ortszeit im Seattle Center während des Festivals „Bite of Seattle“.
Das nahe gelegene Harborview Medical Center teilte mit, das Krankenhaus habe vier Verletzte aufgenommen: ein Kleinkind, einen 23-jährigen Mann und zwei erwachsene Frauen. Eine Person schwebte nach Angaben eines Kliniksprechers zuletzt noch in Lebensgefahr.
Estan Wakonabo sagte, er und seine Freundin hätten beim Festival in der Schlange für eine Fotokabine gestanden, als ihn jemand von hinten schubste. Er habe sich umgesehen und alle Menschen in Panik auseinanderlaufen gesehen. Dann habe er Schüsse gehört.
„Als ich ein ‚pop, pop, pop‘ hörte, wusste ich, dass es ein Schütze war“, so der Augenzeuge nach dem Vorfall.
Nachdem er seine Freundin in Sicherheit gebracht hatte, kehrte er zurück, um Fotos für die Ermittlungsbehörden zu machen, und sah mehrere Verletzte am Boden liegen. So schilderte es der Augenzeuge.
Zahlreiche Polizei- und Rettungskräfte rückten am frühen Abend nach den ersten Notrufen an. Sie begleiteten Besucherinnen und Besucher vom Gelände und brachten sie in Sicherheit.
Das Seattle Center veranstaltete an diesem Wochenende die 42. Auflage seines größten Festivals mit freiem Eintritt. Das jährliche Event gibt es seit 1982 und zieht nach Angaben der Organisatoren mehr als 350.000 Menschen an.