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Brand in Westattika: Feuerwehr kämpft weiter gegen verstreute Brandherde

Feuerwehrleute kämpfen am Berg Kithairon gegen einen Großbrand in Westattika, zweiten August.
Feuerwehr kämpft am Berg Kithairon gegen Großbrand in Westattika, Aufnahme vom zweiten August. Copyright  AP Photo/Petros Giannakouris
Copyright AP Photo/Petros Giannakouris
Von Konstantinos Tsellos mit ΑΠΕ ΜΠΕ
Zuerst veröffentlicht am
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Griechenland: Feuer aus der Region Böotien vernichtet über 13.000 Hektar. Viele Gebiete befinden sich weiter in Alarmbereitschaft.

Die Bodentruppen der Feuerwehr waren die ganze Nacht im Einsatz, unterstützt von Freiwilligen. Sie versuchten, die aktiven, verstreuten Brandherde beim Großbrand in Westattika einzudämmen.

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Der Schwerpunkt liegt auf drei Abschnitten: im Süden in Richtung Loumpa, im Südosten zum Kloster Panachrandou und im Nordosten in Richtung Agia Paraskevi und Agios Nektarios.

Die Feuerwehrleute arbeiteten die ganze Nacht, um neue Flammenaufschläge zu stoppen. Sie bleiben weiter in erhöhter Bereitschaft; die Feuerwehr betont, dass es keinen Raum für Entwarnung gibt.

Mit dem ersten Tageslicht nahmen die Löschflugzeuge und -hubschrauber ihre Einsätze wieder auf und unterstützen erneut den Kampf gegen die Flammen. Konkret sind 450 Feuerwehrleute mit 126 Fahrzeugen und 22 Fußtrupps im Einsatz, dazu Freiwillige mit zahlreichen Tanklöschfahrzeugen. Aus der Luft greifen bislang zwei Flugzeuge und vier Hubschrauber ein.

Anwohner beobachten die Ausbreitung des Großbrandes am Berg Kithairon in Westattika
Anwohner beobachten die Ausbreitung des Großbrandes am Berg Kithairon in Westattika AP Photo/Petros Giannakouris

Parallel dazu setzen Baumaschinen, die von den Regionen Attika und Mittelgriechenland sowie von der Behörde für Bauwesen und Katastrophenschutz bereitgestellt wurden, ihre Arbeiten fort. In Abstimmung mit dem Forstdienst legen sie neue Feuerschneisen an. Zusätzlich unterstützt die Spezialgruppe „Deukalion“ die Löscharbeiten.

Kräfte der Polizei und des Rettungsdienstes EKAB sind im weiteren Brandgebiet verteilt. Busse des Feuerwehrkorps und der Streitkräfte stehen in der Region bereit, um bei Bedarf Evakuierungen und den Transport von Bürgern zu erleichtern.

Die Koordination aller Kräfte läuft über das mobile Einsatzleitzentrum OLYMPOS.

Über 130.000 Stremma in Asche

Das Feuer, das am Freitag, dem 31. Juli 2026, in Böotien ausbrach, breitete sich nach Westattika aus und entwickelte sich zu einem Großbrand. Häuser und Eigentum erlitten schwere Schäden.

Nach der Auswertung von Satellitendaten des europäischen Copernicus-EMS-Dienstes, die das Team von meteo.gr / Nationalobservatorium Athen vorgenommen hat, hat die Brandfläche in Attika und Böotien bis Montagmittag mehr als 130.000 Stremma erreicht, das entspricht über 13.000 Hektar.

Neueste Schätzung anhand eines Satellitenbildes mit sehr hoher Auflösung zu den Waldbränden in Westattika
Neueste Schätzung anhand eines Satellitenbildes mit sehr hoher Auflösung zu den Waldbränden in Westattika ΜΕΤΕΟ

Konkret meldet METEO/EAA, dass in Böotien etwa 30.900 Stremma verbrannt sind und in der Brandzone bei Porto Germeno in Attika rund 102.000 Stremma.

Am Sonntag, dem 2. August, kam es bei den Löscharbeiten in der Region Psatha zu einem Unglück: Zwei gecharterte Hubschrauber des Typs Bell stießen während eines Löscheinsatzes zusammen. Zwei Besatzungsmitglieder eines der Hubschrauber kamen dabei ums Leben.

Unterdessen laufen in den Brandgebieten die Schadenserhebungen durch Fachteams. Der Vizeminister für Klimakrise und Zivilschutz, Kostas Katsafados, führt dazu eine Reihe von Beratungen.

30 Brände in 24 Stunden – Festnahmen wegen Brandstiftung

In den vergangenen 24 Stunden sind in Griechenland insgesamt 30 Vegetationsbrände ausgebrochen. Nach Angaben der Feuerwehr konnten 26 davon bereits im Anfangsstadium gelöscht werden, vier Brände bekämpfen die Einsatzkräfte weiterhin.

Die Ermittlungsabteilungen zur Bekämpfung von Brandstiftungsdelikten (A.K.A.E.E.) des Feuerwehrkorps nahmen vier Personen wegen Brandstiftung und Verstößen gegen Brandschutzbestimmungen fest.

Für diesen Dienstag gilt in Attika sowie in den Regionalbezirken Euböa und Chios ein sehr hohes Waldbrandrisiko. Die Feuerwehr bleibt wegen der vielen Einsätze im ganzen Land und der Wetterlage in landesweiter Alarmbereitschaft, um den erhöhten Anforderungen gerecht zu werden.

Die Feuerwehr fordert alle Bürger auf, äußerst vorsichtig zu sein und im Falle eines Brandes aus Sicherheitsgründen strikt den Anweisungen der zuständigen Behörden zu folgen.

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