In dem Bus befanden sich offenbar Pilger aus einem Ort im Südosten Polens. Mindestens zehn Menschen schweben noch in Lebensgefahr.
Am frühen Sonntagmorgen ist auf der M3-Autobahn im Norden Ungarns, zwischen Mezőkeresztes und Mezőnagymihály, ein Bus verunglückt. Einsatzkräfte, die bereits am Unfallort waren, drangen durch die Fenster in das Fahrzeug ein und versuchten, die Passagiere zu retten.
Am Sonntag gegen 3:00 Uhr morgens hatte die Feuerwehr 35 Menschen aus dem Bus geborgen. Mehrere Fahrgäste waren unter das Fahrzeug geraten.
Ungarns Ministerpräsident Péter Magyar informierte über das Busunglück und berichtete von einem Dutzend getöteter Fahrgäste.
„Zwölf Menschen haben ihr Leben verloren, mindestens zehn weitere sind in der Nacht schwer verletzt worden, als ein polnischer Bus auf der M3-Autobahn in einen Graben stürzte“, so Magyar.
Auch der polnische Außenminister Radosław Sikorski und Präsident Karol Nawrocki bestätigten das Unglück. Sikorski erklärte, man stehe in ständigem Kontakt mit den ungarischen Behörden, die Angaben müssten noch präzisiert werden.
Bus war mit Pilgern besetzt
Neben den zwölf Todesopfern befanden sich insgesamt 47 Menschen in dem Reisebus. Nach Angaben aus Polen war der Bus mit einer Gruppe von Pilgern aus der Region Podkarpackie besetzt, die aus Bosnien und Herzegowina zurückkehrten. Podkarpackie liegt im Karpatenvorland im Südosten Polens, direkt an der Grenze zur Ukraine und zur Slowakei.
Die ungarische Polizei geht ersten Erkenntnissen zufolge davon aus, dass der Fahrer am Steuer eingeschlafen sein könnte. Er wurde festgenommen.