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Schwere Waldbrände in Kroatien: Tausende evakuiert, Touristen verletzt

Region Omiš
Umgebung von Omiš Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Ferenc Szekely
Zuerst veröffentlicht am
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Einer der schwersten Waldbrände dieses Sommers an Kroatiens Adriaküste hat die Gegend um Omiš getroffen. Einsatzkräfte brachten rund 1.000 Menschen in Sicherheit, 36 wurden verletzt, sieben lebensgefährlich. Unter den Betroffenen waren auch Touristen.

Das Feuer ist am Donnerstagabend (13. August) in der kroatischen Region Lokva Rogoznica ausgebrochen, rund 25 bis 30 Kilometer südlich vom beliebten Touristenziel Split.

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Trockenes Buschwerk und Pinienwälder gerieten bei starkem Wind rasch in Brand. Innerhalb kürzester Zeit erreichten die Flammen bewohnte Gebiete und fraßen sich weiter in Richtung Omiš. Nach Angaben von Reuters und weiterer Quellen zerstörte der Brand mehr als 1.000 Hektar Land, darunter Wohnhäuser, Autos und Gebäude.

Ungarische Touristen geraten in die Feuerzone

Nach Angaben der ungarischen Außenministerin Anita Orbán mussten mindestens 58 ungarische Staatsbürger aus dem betroffenen Gebiet in Sicherheit gebracht werden. Etwa 45 von ihnen fanden in einer Sporthalle Unterkunft, weitere 13 Menschen brachte man an einen anderen sicheren Ort. Zwei ungarische Familien mit insgesamt sieben Personen konnten die gefährdete Zone nur zu Fuß verlassen, ihre Fahrzeuge blieben vermutlich im Feuer zurück.

Ein ungarischer Staatsbürger wurde verletzt und mit leichteren Verletzungen an Armen und Beinen in ein Krankenhaus in Split gebracht. Zwei ungarische Polizisten leisten vor Ort konsularische Unterstützung.

Unter den Betroffenen befinden sich nach bisherigem Stand keine deutschen Verletzten.

Ausgebrannte Bar in Omiš
Ausgebrannte Bar in Omiš Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved

In den kritischsten Stunden kämpften 286 Feuerwehrleute mit rund 90 Fahrzeugen und vier Löschflugzeugen gegen die Flammen. Die kroatische Marine hielt eines ihrer Schiffe in Bereitschaft, falls weitere Menschen über das Meer in Sicherheit gebracht werden müssen. Einem Teil der Einwohner und Touristen konnte tatsächlich bereits mit Booten geholfen werden.

Verletzte nach Waldbrand in Touristenregion

Nach einer Übersicht der Gesundheitsbehörden in Split vom Freitagmorgen benötigten 36 Menschen ärztliche Hilfe, 14 wurden ins Krankenhaus eingeliefert, bei sieben Personen stuften die Ärzte den Zustand als lebensbedrohlich ein. Viele Verletzte erlitten Verbrennungen oder hatten Rauch eingeatmet. In Omiš, Dugi Rat, Makarska und Split richteten die Behörden provisorische Unterkünfte für die Menschen ein.

Notunterkunft für Opfer der Feuerkatastrophe
Notunterkunft für Opfer der Feuerkatastrophe Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved

Am Freitagmorgen ließ die Intensität des Feuers rund um Omiš deutlich nach. Offene Flammen waren an vielen Stellen nicht mehr zu sehen, die Löscharbeiten und Nachsicherungen gingen jedoch weiter. Nach Einschätzung der Behörden gelang es, eine weitere großflächige Ausbreitung zu verhindern. Der nationale Feuerwehrchef Slavko Tucaković sprach dennoch von einem der schwersten Waldbrände in der Geschichte Kroatiens.

Nicht nur in Omiš brennt es

Die Lage wird dadurch erschwert, dass die kroatischen Feuerwehrleute gleichzeitig an mehreren Brandherden kämpfen. Am Freitagmorgen brach ein weiterer großer Waldbrand auf der Halbinsel Pelješac nahe Kuna Pelješka aus. Dort stehen Wiesen, Buschland und Pinienwälder in Flammen. Vier Löschflugzeuge des Typs Canadair-CL-415 wurden dorthin verlegt.

In den vergangenen Tagen waren bereits auf der Insel Brač, in der Region Škrljevo, auf Hvar und Korčula sowie an mehreren Abschnitten der dalmatinischen Küste Brände ausgebrochen.

Bei der aktuellen Katastrophe kommen mehrere Risikofaktoren zusammen: eine lange Trockenperiode, ausgedörrte mediterrane Vegetation, hohe Temperaturen und starker Wind. Ein ähnliches Muster hat in den vergangenen Wochen in vielen Teilen Europas zu massiven Waldbränden geführt. In Frankreich, Spanien und Griechenland brannten ebenfalls große Flächen, vielerorts mussten ganze Ortschaften evakuiert werden.

Der Brand in Kroatien wütet zudem mitten in der Hauptreisezeit an einem der meistbesuchten Küstenabschnitte des Landes. Zwischen Omiš und Split kam es zu Straßensperrungen und langen Staus, während Tausende Touristen versuchten, das gefährdete Gebiet zu verlassen oder zu umfahren. Auch Teile der Jadranska Magistrala mussten gesperrt werden.

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